Theater

Anatomie des Faultiers


Nach den Stückentwicklungen Morsch und Abendsand fragt das Theaterkollektiv in Anatomie des Faultiers nach Potential und Möglichkeiten der Langeweile. Ein ungenutzter Moment, eine verschwendete Zeit... Welches Drängen bekommt in ihr Platz?

Das Faultier (lat. Folivora) gehört zur Ordnung der zahnarmen Säugetiere. Es gibt Zweifinger- und Dreifinger-Faultiere. Wegen ihres extrem niedrigen Stoffwechsels schlafen Faultiere 11-20 Stunden am Tag. Motiviert bewegen sie sich 250, unmotiviert lediglich 4-5 Meter in der Stunde. Da Faultiere weder besonders gut riechen noch sehen können, verwechseln sie des Öfteren ihren eigenen Arm mit einem Ast oder hängen sich versehentlich an einen morschen Ast – eine der häufigsten Todesursachen. Die empirische Erforschung des Faultiers ist bis heute nicht sehr fortgeschritten, da ForscherInnen beim Beobachten der Tiere ständig einschlafen.

YZMA entwickeln die Texte ihrer Projekte selbst, im Kollektiv. Es geht um die Praxis der Stückentwicklung, die Generierung neuer Texte und die Suche nach alternativen AutorInnenschaften. Mittels Improvisationen rund um ein Thema, die aufgenommen und transkribiert werden, entstehen intuitive Dialoge und ein unerwartetes Bühnengeschehen. Gesucht werden unkonventionelle Zugänge zu den vorgenommenen Themenfeldern, um neue Perspektiven zu ermöglichen.

Regie: Milena Michalek | Dramaturgie: Karl Börner | Ausstattung: Elisabeth Weiß
Mit: Tobias Artner, Florian Haslinger, Michaela Schausberger, Johanna Wolff


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