Theater

An der Seite der Toten


Der Tod macht uns alle sprachlos, hilflos und ohnmächtig, ob er uns als Privatperson, Pflege- oder Einsatzkraft begegnet. Das Institut für Thanatologie* soll helfen, das Schweigen zu durchbrechen, in der Hilflosigkeit Stärke zu entwickeln und in der Ohnmacht Halt zu finden.
Mag. Martin Prein entwickelte mit seinem Team Seminare, Workshops und Fachvorträge, die Betroffenen bei der Begegnung mit dem Tod helfen: An der Seite der Toten, An der Seite der Lebenden, An der Seite der Liebe, An der Seite der Kinder ... „Wir wollen eine fachliche Hilfestellung anbieten, um unter anderem das Zutrauen in das eigene Erleben und intuitive Handeln im Angesicht von Tod und Trauer achtungsvoll zu unterstützen“, erklärt Prein.
Prein ist Psychologe und Thanatologe und bringt im Institut für Thanatologie seine Erfahrungen als ehemaliger Mitarbeiter im Rettungsdienst und der Krisenintervention sowie als Leiter eines Bestattungsunternehmens ein. Seine Forschungsschwerpunkte sind psychologische und soziologische Dimensionen in der Begegnung mit den Toten am Beispiel von Leichenberufen.
CHL.plus (Christian Lehner, Gesang, Gitarre und Stefan Flores, Gitarre, Gesang) spielen Lieder über die Vergänglichkeit des Daseins. „Wie heat des auf, wie wird des weitergeh’n“ von Wolfgang Ambros ist der Titelsong des Programms, das aus Liedern im Dialekt besteht, deren Thema die Begegnung mit dem Tod ist. Komponisten und Texter dieser Lieder sind Wiener wie Roland Neuwirth – von ihm beispielsweise stammt der Titel „Ein echtes Wienerlied“ mit 17 verschiedenen Dialektumschreibungen fürs Sterben. Die weiteren Lieder über die Vergänglichkeit, von dunkelgrau bis humorvoll, stammen von Liedermachern wie Georg Danzer, Ludwig Hirsch, Ernst Molden, Joesi Prokopetz.

*Thanatologie: Die Wissenschaft vom Tod, vom Sterben und der Bestattung in ihren soziologischen und psychologischen Aspekten (www.martinprein.at)


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