Literatur

Amy Waldman's - Der amerikanische Architekt


Amy Waldman zeichnet in ihrem furiosen Debut das Porträt einer zerrissenen Stadt, die bei dem Versuch, mit ihrer Verletzung umzugehen, die Chance auf ein erneuertes demokratisches Selbstverständnis verspielt.

Erinnerung und Emotion
Eine Jury hat sich in Manhattan versammelt, um den besten Entwurf einer Gedenk- und Erinnerungsstätte für die Opfer des Terroranschlags vom 11. September auszuwählen. Nach langwierigen Beratungen und einem zähen Ringen um das richtige Konzept öffnen die Juroren den Briefumschlag, der den Namen des bislang anonymen Gewinners enthält - und sind schockiert. Der Architekt ist ein Muslim.
Innerhalb der Jury setzt sich Claire Burwell am leidenschaftlichsten für den umstrittenen Gewinner ein. Als Betroffene, die ihren Mann bei dem Attentat verlor, hat ihre Stimme besonderes Gewicht. Doch als die Entscheidung an die Öffentlichkeit gelangt, gerät Claire ins Visier entrüsteter Familienangehöriger und wird zur Zielscheibe sensationshungriger Journalisten, radikaler Aktivisten und ehrgeiziger Politiker. Nicht zuletzt bringt der so komplizierte wie begabte Architekt sie an ihre Grenzen.

Amy Waldman zeichnet in ihrem furiosen Debut das Porträt einer zerrissenen Stadt, die bei dem Versuch, mit ihrer Verletzung umzugehen, die Chance auf ein erneuertes demokratisches Selbstverständnis verspielt.
The Submission, Amy Waldman's erster Roman erschien in den USA 2011. 2013 kam das Buch unter dem Titel Der amerikanische Architekt in der Übersetzung von Brigitte Walitzek im deutschen Verlag Schöffling und Co heraus. In den USA konnte Waldman mit dem Buch zahlreiche namhafte Preise gewinnen, zum Beispiel einen American Book Award, es war Esquire‘s Book of the Year, Entertainment Weekly‘s #1 Novel for the Year, a Washington Post Notable Fiction Book, finalist for the Guardian (UK) First Book Award.
Die Lesung und Diskussion wird mit Amy Waldman auf Englisch und Deutsch durchgeführt. Anschließend an die Lesung gibt es ein Gespräch mit dem Architekten Jafaar Chalabi. Die Veranstaltung ist eine Kooperation anlässlich des Jahres der Burgenländischen Baukultur.

»500 aberwitzig spannende Seiten über die Welt, in der genau wir leben, ohne einen Funken Toleranz.«
Elke Heidenreich, Stern


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