Theater

Amerika - von Franz Kafka



Kafkas "Amerika" ist eine Lektion der Demut.

Karl Rossmann, 17, Emigrant, ein Neugeborener im "Land der Verheißung" (denn Amerika bleibt das Land der Verheißung, nicht der Erfüllung), begegnet einem Landbesitzer, einem Wanderer, einem Verlierer des amerikanischen Traums, der doch reich an Erfahrung ist und mit Sarkasmus den Film seiner zukünftigen Misserfolge projiziert.

Eine schmerzhafte Kette von verletzten Träumen, verpassten Gelegenheiten, erlittenen Ungerechtigkeiten und Demütigungen wird von Rossmanns Landsmann (der sein tägliches Brot als Straßenmaler verdient) furios beschrieben, gespielt, eifrig einstudiert.

Flexibel im Geschichtenerzählen und unerbittlich in der Botschaft, identifiziert er sich mit all den Charakteren, die den "american dream" des naiven Immigranten-Grünschnabels entwirren werden.

Ein Theaterstück im Theater, in welchem der Maler in Komplizenschaft mit dem Publikum die dolorose Lektion über die Erniedrigung eines Auswanderers abgibt.

Besetzung
Straßenmaler - Philipp KAPLAN
Karl Rossmann - Vlad GAVRIS

Dramatisierung - Geirun TINO

Regie & Ausstattung - Geirun TINO

Regieassistenz - Tarja KRIESCHE