Literatur

Am Südrand - Multimediale Lesung


Das Areal um die ehemalige Stadtgrenze im Süden von Graz ist je nach Betrachtungsweise wildromantisch oder etwas heruntergekommen. Hier finden sich Industrie-Brachen, abgewohnte Zinshäuser, Lagerstätten und das, was man in Österreich „Gstettn“ nennt – ungenutztes Freiland.

Mittendrin hat das freie Atelierhaus Schaumbad mit seinen mehr als 40 Mitgliedern auf den 2.300 Quadratmetern einer ehemaligen Abfüllanlage für Limonaden, Quartier bezogen – zwischen Müllentsorgungsanlage, Tierkörperverwertung und einem Bachidyll mit Wiesenstrand.

Manche Künstler haben ihre Kindheit in der Gegend verbracht und wenden sich nun dem fremd gewordenen Vertrauten zu. Andere werden zu Forschern und untersuchen lokale Tiere, Pflanzen und die Spezies Mensch. Aber egal ob Umarmung oder naturwissenschaftlicher Exkurs – die Ausstellung thematisiert ein Viertel, das bis jetzt noch nicht einmal einen Namen hat.

Darüber hinaus gibt es Schaumbad-Außenstellen, gemeinsame Rundgänge und Streifzüge. Um sich so den Themen Heimat und Ankommen sowie Gemeinschaft und Differenz zu nähern.

Mit Martin Behr (AT) / Martin Osterider (AT), Alexandra Gschiel (AT), Elisabeth Gschiel (AT), Joachim Hainzl (AT), Martin Heide (AU), Keyvan Paydar (AT/IR), Karin Petrowitsch (AT), Zoncy Phyu (MM), Robert Riedl (AT) / Stefan Lozar (AT) / Martina Edelmüller (AT) / Gudrun Lang (AT), Gregor Schlatte (AT), Edda Strobl (AT), Myriam Thyes (CH/DE), Eva Ursprung (AT), Markus Wilfling (AT), zweite liga für kunst und kultur (AT) / Stefan Schmid (AT), Studierende der Universität für angewandte Kunst Wien (Institut für Sprachkunst), der Universität der Künste / GWK, Berlin und des Hyperwerk, Basel, geleitet von Orhan Kipcak (AT), Stephan Porombka (DE), Thomas Düllo (DE), Karl Flender (DE) & Max Spielmann (CH)
Kuratiert von Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz (AT)


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