Theater

Am Schwarzen See


Zwei Ehepaare mittleren Alters: Eddie und Cleo besitzen eine Brauerei; Johnny ist Bankdirektor in einer Kleinstadt, seine Frau Else hütet wegen ihres schwachen Herzens das Haus. Die beiden Paare hatten sich angefreundet. Ihre halbwüchsigen Kinder hatten sich ineinander verliebt und dann gemeinsam im Schwarzen See ertränkt.

Jetzt, vier Jahre später, treffen sich die Eltern das erste Mal wieder im Haus von Eddie und Cleo mit Blick auf den See. Die Frage nach dem Warum steht unbeantwortet zwischen ihnen. So kreisen die Vier umeinander, blicken in sich, bedrängen einander – und kommen einer Antwort doch nicht näher. Es scheint, als seien sie an diesem Ort gefangen …

Dea Loher, 1964 in Traunstein geboren, ist mit ihren sprachmächtigen Dramen eine der erfolgreichsten Gegenwartsautorinnen. In ihren Stücken greift sie mit Alltagsgeschichten aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen auf. Und wenn ihre Protagonisten auf der individuellen Suche nach Glück scheitern, ist dies kein rein privates Unglück, sondern auch ein Hinweis auf kollektive Ursachen. In ihrem Kammerspiel Am Schwarzen See zeichnet sie das Bild einer Gesellschaft, die keine Ziele kennt, die nicht weiß wofür, warum und wohin. In der Konzentration auf vier Figuren gelingt Dea Loher das ebenso beeindruckende wie berührende Porträt einer verlorenen Elterngeneration.

Österreichische Erstaufführung

Regie Stefan Maurer

Bühne & Kostüme Luis Graninger ELSE: SIEH NUR JETZT DAS LICHT FÄRBT DEN HIMMEL GELB, GANZ GELB, FAST GOLDEN, ABER DOCH EHER GELB UND DA DRAUSSEN LIEGT ER, DA DRAUSSEN LIEGT DER SEE, DER SCHWARZE SEE SEHT NUR WIE IMMER.


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