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Theater

Am Königsweg - von Elfriede Jelinek

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20:00 - 23:59
Landestheater Tirol
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K2

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Fassungslosigkeit packte Elfriede Jelinek in jener Novembernacht 2016, als feststand, dass ein skrupelloser Geschäftsmann und schamloser Aufpeitscher der Menschenmassen zum amerikanischen Präsidenten gewählt wurde. Wie konnte das nur passieren? Jelineks Diagnose ist – wie immer – tiefgreifend.

Stück von Elfriede Jelinek

Aufführungsdauer ca. 1 Stunde und 25 Minuten . Keine Pause

Regie
Elke Hartmann
Bühne und Kostüme
Alexia Engl
Dramaturgie
Axel Gade

Mit
Antje Weiser, Jan Schreiber, Jan-Hinnerk Arnke, Tom Hospes

Fassungslosigkeit packte Elfriede Jelinek in jener Novembernacht 2016, als feststand, dass ein skrupelloser Geschäftsmann und schamloser Aufpeitscher der Menschenmassen zum amerikanischen Präsidenten gewählt wurde. Wie konnte das nur passieren? Jelineks Diagnose ist – wie immer – tiefgreifend. Der Verlag sagt: „Mit Blindheit geschlagen sind alle in diesem Schau-Spiel: Der von sich selbst geblendete König, der mit Immobilien, Golfplätzen und Casinos ein Vermögen verdient hat […]. Das Volk, das ihn gewählt hat, blind darauf vertrauend, vom Joch der Arbeitslosigkeit und Kreditschulden befreit zu werden. Sogar die Gegner, die blindwütig auf den König einschlagen, seinen Sieg aber nicht verhindern konnten. Der König wird gefeiert als Erlöser, der der Nation hoffentlich Erlöse bringt; eine Kraft wurde entfesselt, die rund um den Globus längst überwunden geglaubte Weltanschauungen zurück in die Gegenwart spült, begleitet von Hass, Wut und Gewalt.“

Mittlerweile ist Alltag im Umgang mit dem amerikanischen Präsidenten (dessen Name im Stück kein einziges Mal genannt wird) eingetreten. Und unabhängig davon, ob er nun zum zweiten Mal in das Rennen um das Amt einsteigt – auch der kommende, jetzt schon sehr nahe amerikanische Wahlkampf wird geprägt sein von der Frage, wie gesellschaftliche Übereinkunft wiederhergestellt werden kann. Zeit also, sich Elfriede Jelineks Text anzuschauen und ihren Gedanken zu lauschen. Nach Prinzessinnendramen (2014) und Die Schutzbefohlenen (2017) widmet sich Elke Hartmann mit einer weiteren Regiearbeit dem sprachgewaltigen Werk Elfriede Jelineks.