Kunstausstellung

Always, Always, Others


Unklassische Streifzüge durch die Moderne.

Parallel zu und in Verbindung mit ihrer Einzelpräsentation verantwortet Ulrike Müller gemeinsam mit mumok Kuratorin Manuela Ammer die Neuaufstellung der Werke der klassischen Moderne aus der Sammlung – einer Sammlung, die weitaus vielfältiger ist, als vergangene Präsentationen dies vermuten lassen. Neben oft gezeigten Positionen wie André Derain, Oskar Kokoschka oder František Kupka finden sich darin beispielsweise Werke des ungarischen Künstlers Béla Kádár, der Abstraktion und eine folkloristisch anmutende Formensprache verknüpfte, des französischen Künstlers André Beaudin, dessen Tierdarstellungen die Formelhaftigkeit des Kubismus unterliefen, oder der in Wien beheimateten Künstlerinnen Mathilde Flögl und Friedl Dicker, deren Arbeiten im Bereich der angewandten Kunst soziale und politische Realitäten gestalten wollten. Die klassische Moderne im mumok ist vielstimmig.

Um diese Vielstimmigkeit zum Sprechen zu bringen, inszenieren die Kuratorinnen einen Dialog mit einem weiteren selten gezeigten Sammlungsbereich: den eklektischen 1970er-Jahren, deren alternative Körperbilder und Identitätsentwürfe die klassische Moderne plötzlich erstaunlich „unklassisch“ und verblüffend aktuell erscheinen lassen.


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