Kunstausstellung

Altbekanntes und Unerkanntes. Kunst der Zeichnung vom 15. bis zum 18. Jahrhundert


Das Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien bildet das visuelle Gedächtnis der Kunstuniversität am Schillerplatz und gilt nach der Albertina als die zweit bedeutendste graphische Sammlung in Österreich. Es bewahrt etwa 40.000 Zeichnungen, 100.000 Druckgraphiken und 20.000 Photographien aus diversen Epochen der europäischen Kunstgeschichte vom 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Aus diesem umfangreichen Konvolut werden ab dem 30. Juni in der Ausstellung "Altbekanntes & Unerkanntes" in einem Raum der Gemäldegalerie 36 Meisterzeichnungen präsentiert, die einen kleinen, jedoch repräsentativen Querschnitt durch die Sammlung der Handzeichnungen vom 15. bis zum 18. Jahrhundert bieten. So spannt sich der Bogen von den gotischen Baurissen aus der Dombauhütte von St. Stephan von 1460/65 bis hin zu Joseph Anton Koch, der um 1800 einer der einflussreichsten österreichischen Künstler in Rom war.

Der Reigen der altdeutschen Zeichnungen wird von Albrecht Dürers Bildnis eines 18-jährigen Jünglings angeführt – eines der kostbarsten und schönsten Blätter der Sammlung. Die niederländische Zeichenkunst ist durch Rembrandt, Hans Vredeman de Vries und andere vertreten. Zu den berühmtesten italienischen Künstlern in der Ausstellung zählt Giovanni Battista Tiepolo; in schwungvollen Federstrichen hat er einen zauberhaften Frauenkopf zu Papier gebracht. Das 18. Jahrhundert wird unter anderen vertreten durch eine Aktstudie von Jakob Matthias Schmutzer und Landschaften von Jakob Philipp Hackert oder Michael Wutky.

Dienstag bis Sonntag, Feiertag 10.00 bis 18.00 Uhr
Eintritt regulär 8 €, ermäßigt 5 €

Bild
Jacques van Schuppen (1670–1751), Kauernder Satyr, um 1730/40, schwarze und weiße Kreide auf Papier, © Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien.


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