Kunstausstellung

Alfredo Barsuglia: Take on me


„Häuser erzählen Geschichten. Ein Haus ist wie ein Symbol für eine Geschichte."

"Geschichten passieren in Häusern, meistens im Verborgenen hinter den Mauern. Das Objekt Haus ist ein Motiv, das ich immer wieder gerne verwende. Ich mag häusliche Szenen. Man kann Fassaden fallen lassen, man kann Geschichten erzählen.“ (Alfredo Barsuglia)

Alfredo Barsuglia (geb. 1980 in Graz, lebt und arbeitet in Wien) legt im tresor des Kunstforum Wien den Grundstein für eine Geschichte, in die das Publikum nicht nur gedanklich, sondern auch physisch eintreten kann. Schauplatz ist eine Straßenfassade im städtischen Raum. Ort und Zeit der Handlung sind das Hier und Jetzt. Fenster, eine Tür und ein Garagentor geben Einblicke auf (zwischen)menschliche Handlungen frei, die sich hinter dieser Fassade abspielen. Heim, Heimlichkeit und Unheimlichkeit liegen ganz nah beieinander: Angesiedelt irgendwo zwischen Alfred Hitchcocks Rear Window und einem Augmented Reality Game lädt der Künstler die Besucherinnen und Besucher ein, Teil einer Story zu werden, die individuell weitergedacht und vervollständigen kann. Spielerisch und vergnüglich, gefangen im Alltagstrott oder voll böser Vorahnung, was hier passiert ist oder gleich passieren wird: Alfredo Barsuglias multimediale Installation setzt an einem Ort ein, der Rückzugs-, Handlungs- und Tatort gleichermaßen ist. Das Haus ist hier nicht mehr nur „Hülle“ zum Leben und Arbeiten, sondern fungiert als Metapher von der ausgehend eine Geschichte entsteht, die jedes Mal anders erzählt wird.

Kuratorin: Lisa Ortner-Kreil, Bank Austria Kunstforum Wien


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