Kunstausstellung · Fotografie Ausstellung

Alfred Seiland - Imperium Romanum


Landesgalerie am oberösterreichischen Landesmuseum

4020 Linz, Museumsstraße 14

Di., 10.04.2018 - So., 26.08.2018

Mo: Geschlossen
Di: 10:00 - 18:00 Uhr
Mi: 10:00 - 18:00 Uhr
Do: 10:00 - 21:00 Uhr
Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
Sa: 10:00 - 18:00 Uhr
So: 10:00 - 18:00 Uhr

Was blieb vom einst mächtigen, unsere Kultur nachhaltig prägenden Römischen Imperium? Dieser Frage geht der österreichische Fotokünstler Alfred Seiland (geb. 1952) in seinem groß angelegten fotografischen Projekt IMPERIUM ROMANUM nach. Seit 2006 dokumentiert er architektonische und landschaftliche Spuren der römischen Antike rund um das Mittelmeer und in angrenzenden Gebieten. Alfred Seiland fotografiert antike Ausgrabungsstätten, Ruinen und Überreste, aber auch Neuinterpretationen einst bedeutender historischer Bauten des gesamten Römischen Weltreichs in Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich, im Norden von Afrika, in der Türkei, dem Nahen Osten, in Rumänien, Bulgarien, Kroatien, aber auch in Deutschland, Großbritannien, den USA und in Österreich. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie der Mensch der Gegenwart mit den historischen Stätten umgeht, was die moderne Zivilisation, aber auch Alterungs- und Verwitterungsprozesse aus den Überresten der Antike machen.

Der Blick des Künstlers ist nicht nur auf ästhetische Konflikte und Reibungspunkte zwischen Antike und Moderne gerichtet. In seinen Fotoarbeiten thematisiert Alfred Seiland Spannungsfelder zwischen historischem Kapital und zeitgenössischer Vermarktung, musealer Pflege und touristischer Abnützung, Erhaltung und Zerstörungen des antiken Erbes. Die präzise austarierten Bildkompositionen des Künstlers vermitteln kein erhabenes Bild des römischen Altertums, sondern zeitgenössische Brüche der Antikenrezeption, die mitunter ironische, skurrile, absurde Momente in sich tragen. Alfred Seilands Werk ist einer dokumentarischen fotografischen Haltung verpflichtet. Er hält beeindruckende Szenerien fest, die von durchgängiger Tiefenschärfe, präziser Detailliertheit und einem subtilen, malerisch anmutenden Einsatz von Licht und Farbe gekennzeichnet sind.