Literatur · Klassik

Alfred Pfoser - Im Epizentrum des Zusammenbruchs


Das Schicksal der Slowakin Erika Bezdíčková, die als Kind vier KZ´s überlebt hatte, ist Thema dieses Abends. Gemeinsam mit dem Wissenschaftler, Forscher, Künstler und Pianisten Rainer König-Hollerwöger wird die aus Brno kommende Autorin, Doletscherin und ehemalige Journalistin an diesem musikalisch-literarisch-filmischen Abend mitwirken.

Alfred Pfoser liest aus seinem Buch "Im Epizentrum des Zusammenbruchs"

Csongor Szántó singt Weltkriegslieder u.a. von Ralph Benatzky, Franz Lehár, Robert Stolz und Carl Michael Ziehrer.

Karin Wagner - Klavier

Musikalisches Programm:

Carl Michael Ziehrer:
Kommt heran! (Kriegslied)
Text: Adolf Makovec

Emil Hochreiter:
aus: Kriegslieder 1914-15

Neuösterreichs Bluttaufe op. 40/1
Text: Franz Eichert

Unser Kaiser im Gebet op. 41/3
Text: Harry Sheff

Tod in Ähren op. 41/5
Text: Detlev von Liliencron

In Gottes Namen op. 39/1d '
Text: Richard von Kralik

Reiterlied op. 40/5
Text: Gerhart Hauptmann

Österreichisches Reiterlied op. 41/4
Text: Hugo Zuckermann

Paul Juon:
Österreichisches Reiterlied
Text: Hugo Zuckermann

Franz Lehár:
Reiterlied 1914
Text: Hugo Zuckermann

Robert Stolz:
Der Honvedhusar op. 185
Text: Kurt Robitschek

Ralph Benatzky
Draußen in Schönbrunn
Text: Fritz Grünbaum

Schwerpunkt 1. Weltkrieg
Franz Schuh liest Texte aus "Die Fackel":
In dieser großen Zeit
´s gibt nur an Durchhalter!
Das technoromantische Abenteuer

Franz Schuh, geb. 1947 in Wien. Buchautor und Kritiker; Kolumnist, u. a. für Die Zeit, Neue Zürcher Zeitung und Literaturen. 1976-1980 Generalsekretär der Grazer Autorenversammlung. Bis 1993 Redakteur der Zeitschrift Wespennest. Lehrbeauftragter an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik (1985), Jean-Amery-Preis für Essayistik (2000), Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch / Essayistik (2006), Essay-Preis Tractatus des Philosophicum Lech (2009), Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien (2009), Veröffentlichungen, u. a.: Der Stadtrat. Eine Idylle (Ritter, 1995), Schreibkräfte. Über Literatur, Glück und Unglück (DuMont, 2000), Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche (Zsolnay, 2006), Hilfe! Ein Versuch zur Güte (Styria, 2007) Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst (Zsolnay, 2008), Der Krückenkaktus (Zolnay, 2011).

Alfred Pfoser, geb. 1952. Studium der Germanistik, Geschichte und Publizistik in Salzburg. AHS-Lehrer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur, visiting professor an der Washington University in St. Louis. Theaterkritiker und Kulturkorrespondent der Salzburger Nachrichten, Ausstellungsgestalter. 1982 bis 1998 Leiter des Lektorats der Büchereien Wien, 1998 bis 2007 Leiter der Büchereien Wien. Seit 2007 Leiter der Druckschriftensammlung der Wienbibliothek im Rathaus. Seit 2008 stellvertretender Direktor der Wienbibliothek im Rathaus. Publikationen: Literatur und Austromarxismus. Wien 1980. Schnitzlers 'Reigen'. Analysen und Dokumente. Frankfurt/M. 1993. Die Wiener Städtischen Büchereien. Zur Bibliothekskultur in Österreich. Wien 1994. Zur Geschichte der Öffentlichen Bibliotheken in Österreich. Wien 1995. Zur Eleganz des runden Leders. Wiener Fußball 1920-1965. Göttingen 2008. Die Vermessung Wiens. Lehmanns Adressbücher 1859 – 1942. W ien 2011. Im Epizentrum des Zusammenbruchs. Wien im Ersten Weltkrieg. Wien 2013. Zahlreiche Aufsätze zur österreichischen Kulturgeschichte.

Karin Wagner studierte Klavier am Bruckner Konservatorium Linz und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, dort Diplom mit Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft. Konzerttätigkeit als Kammermusikerin. Langjährige Unterrichtstätigkeit im O.Ö. Landesmusikschulwerk, dort Projektarbeit zu zeitgenössischer Klaviermusik, seit 2001 Unterrichtstätigkeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Klavier und klavierdidaktische Fächer). Rege Tätigkeit als Dozentin im Rahmen der LehrerInnenfortbildung in Zusammenarbeit mit verschiedensten Institutionen im In- und Ausland. Doktoratsstudium mit Dissertationsgebiet Musikwissenschaft an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien am Institut für Musikgeschichte mit dem Zweitfach Zeitgeschichte an der Universität Wien. Forschungsaufenthalte in Los Angeles. Publikation der ersten deutschsprachigen Biographie zum Exilkomponisten Eric Zeisl Fremd bin ich ausgezogen (Czernin) und der Briefediti on zu Zeisl ...es grüsst dich Erichisrael, Folgepublikationen zum Themenfeld (u.a. Czernin, Böhlau). Kuratorentätigkeit für das Jüdische Museum Wien, die OÖ Landesausstellung oder Linz Kulturhauptstadt 09. Wiederholt Referentin bei Internationalen Wissenschaftlichen Konferenzen und Symposia, Vortragstätigkeit und Konzertmoderationen. Für ihre wissenschaftliche Tätigkeit wurde Karin Wagner 2012 mit dem Elfriede Grünberg-Preis ausgezeichnet.


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