Kunstausstellung

Alfred Kornberger - Der Akt als Innovation


Alfred Kornberger, langjähriges Mitglied im Wiener Künstlerhaus, gilt bei Experten als einer der vielfältigsten und bedeutendsten Vertreter der expressiven, gegenständlichen Malerei in Österreich. Seine Arbeiten befinden sich in bedeutenden Sammlungen, wie in der Albertina, im Leopold Museum, im Belvedere Museum, in den Museen der Stadt Wien, Graz oder Linz.

Lehrlingsausbildung zum Lithografen, ab 1952 Meisterklasse an der Akademie der Bildenden Kunst bei Prof Christian Andersen. In den Anfängen sicherte er seine Existenz durch Werbeaufträge.
Im Frühwerk setzt sich Kornberger mit dem Kubismus, dem Surrealismus und auch mit der abstrakten Kunst auseinander. Er findet jedoch bald zu einem sehr dynamischen, gestischen, gegenständlichen Stil. Im Mittelpunkt seines Interesses steht jedoch der Mensch und hier primär ab 1970 der weibliche Akt.

Abseits einer vordergründigen Erotik geht es ihm hauptsächlich um die reine Malerei. Es entstehen Farbfeuerwerke. Obwohl er stets mit einem Modell arbeitete - oft sogar mit mehreren gemeinsam, bleiben Gesichter unausgeführt und anonym. Es geht um den Körper oder Teile des Körpers im Verhältnis zu seiner Umgebung.

Etwa ab 1980 betrachtet Alfred Kornberger sein Atelier als einen öffentlichen Bereich. Er bietet Mal-und Zeichenkurse an und sein Atelier wird zum beliebten Treffpunkt für Künstler und Freunde. Viele kulturelle Veranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen bis hin zu Künstlerfesten machen Kornberger zu einer Kulturinstitution.

Immer mit dabei auch seine Vogelspinne, die ihn mit seinen vielgliedrigen Beinen zu Zyklen mit Insekten und Metamorphosen von Fabeltieren inspiriert. In vielen Werken zeigt sich auch eine weibliche Metamorphose mit großen Augenpaaren als Kopf, mehreren Brüsten oder rundlichen Schenkeln. Selten hat ein Künstler derart bizarrere und surreale Objekte und Körperverformungen erfunden.

Alfred Kornberger, langjähriges Mitglied im Wiener Künstlerhaus, gilt bei Experten als einer der vielfältigsten und bedeutendsten Vertreter der expressiven, gegenständlichen Malerei in Österreich. Seine Arbeiten befinden sich in bedeutenden Sammlungen, wie in der Albertina, im Leopold Museum, im Belvedere Museum, in den Museen der Stadt Wien, Graz oder Linz.

Nachdem die Galerie Maringer den Künstler schon seit 1985 in ihrem Programm hat und nun den wahrscheinlich letzten Teil seines Nachlasses erworben hat, verspricht die Ausstellung vom 21.5.-24.6.2016 einen ganz besonderen künstlerischen Wert zur österreichischen Kunst.


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