Fotografie Ausstellung

Alexander Kneucker - Wiener Gesichter


Die Bilder sollen Wahrnehmungsverzerrungen sicht- und erlebbar machen.

Vorurteile verschleiern Wahrnehmung, Stress, zeitlicher und wirtschaftlicher Druck stören unsere Wahrnehmung. Die Empfindungsfähigkeit wird zusätzlich herabgesetzt.

Kulturelle und umfeldbedingte Einflüsse erzeugen innere Wahrnehmungsfilter, sodass das vermeintlich Erkannte als Realität gesehen wird - wobei die Reflexion ein Korrektiv wäre.

Im Gegensatz dazu stellen Schleier, Masken und bewusstseinsverändernde Substanzen externe Filter der Wahrnehmung dar.

Diesen Verfälschungen hindern im Alltag – auch bei Blickkontakt –, sich auf das Gegenüber einzulassen.

Die Ausstellung erlaubt das Testen und Spüren eigener Wahrnehmungsfilter. Die Schwarz-Weiss-Fotografie und das klassische Daumenkino sind Zugangsweisen.

Der Betrachter kann sich - durch das Gegenüberstellen des bewegten zum statischen Bild - bewusst werden, wie er diesen Wahrnehmungsfiltern unterliegt.

Einem großen Bild, das eine Emotion zeigt, wird darunter ein Büchlein ''das Daumenkino'' gegenübergestellt, das andere Menschen mit der gleichen Emotion, gleich groß dargestellt, zeigt. Dabei verschwimmt durch das schnelle Durchblättern alles bis auf den Ausdruck der Augen. Ergänzend werden

''Bildpaare'' gehängt, durch deren Betrachtung geprüft werden kann, ob und wie die Maske einen Filter für das Erkennen darstellt.


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