Klassik

Aleksic Streichtrio


Aleksic Streichtrio:
Aleksa Aleksić Violine
Nadežda Aleksić Viola
Ana Aleksić Violoncello
Olivera Milovanovic Flöte

Programm:

F. Schubert: Streichtrio B-Dur D 471
A. Schnittke: Trio für Violine, Viola und Violoncello
G. von Einem: Quartett für Flöte, Violine, Viola und Violoncello op. 85
E. von Dohnányi: Serenade C-Dur für Violine, Viola und Violoncello op. 10

Da sage noch einer, Konzerthäuser seien starr und unflexibel beim Programmieren
Klassisch beginnt das junge AleksicTrio seinen Kammermusikabend im Mittleren Saal am 13. Juni. Als Entree haben die drei Geschwister nämlich Franz Schuberts Streichtrio B-Dur gewählt, in dem wiederum Schuberts Auseinandersetzung mit der Tradition der Klassik gipfelt und zugleich unmerklich in sein eigenes, romantisches Idiom übergeht.

Und auch das folgende Trio von Alfred Schnittke knüpft an Vergangenes an: Er komponierte es 1985 für die hundertste Wiederkehr des Geburtstages von Alban Berg. In Alfred Schnittkes Polystilistik ist Alban Bergs Geist ebenso präsent wie der von Schubert und Mahler. Das Trio ist vielleicht auch eine Mahnung des Komponisten, dass es unnötig sei, die Musik eindeutig einzuordnen. Diese Zeilen würde Ernst von Dohnányi sofort unterschreiben. Der ungarische Brahms greift in seiner Serenade op. 10 die fast vergessene Gattung des Streichtrios wieder auf und fand zu seinem ganz eigenen Stil. Als Dohnányi 1902 daran schrieb, wurde sein Sohn Hans geboren, der 14 Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs erhängt wurde, ihm jedoch den hochbegabten Enkel Christoph geschenkt hatte. Vor neun Jahren formierten sich die musikalischen Geschwister Aleksic zum Trio und sind heute mit allen großen Orchestern Österreichs zu hören. Nach Linz laden sie die ebenso in Serbien geborene Flötistin Olivera Milovanovic für Gottfried von Einems Flötenquartett ein.


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