Oper · Klassik

Alcina


Die Einsamkeit mächtiger Frauen - Irrungen und Wirrungen in Händels Liebeslabyrinth.

Mit der Gestalt der Zauberin Alcina, deren Geschichte im sechsten und siebten Gesang von Ludovico Ariostos Versepos Orlando furioso erzählt wird, reiht sich Händel in eine lange Kette der Alcina-Vertonungen ein, die 1625 in Florenz begonnen hat. 1735 überaus erfolgreich am Londoner Covent Garden erstmals aufgeführt, zählt Alcina zu den beliebtesten und meist aufgeführten Opern Georg Friedrich Händels.

Ruggiero, der Zauberin Alcina in Liebe verfallen, hat ihretwegen seine militärische Laufbahn abgebrochen und seine Verlobte Bradamante verlassen. Alcinas Insel ist sein Zufluchtsort. Jedoch sind ihm seine Verlobte, die ihn liebt und zurückgewinnen möchte, und Melisso, der ihn braucht, um den bevorstehenden Krieg gewinnen zu können, auf der Spur. Beide geraten ebenfalls in Alcinas Liebeslabyrinth und die Irrungen und Wirrungen nehmen ihren Lauf.

Händel zeigt sich in dieser Zauberoper auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft, in der alle Stadien der Sehnsucht und der Hoffnung, des Flirts und der Hingabe, des Schmerzes und der Verletzung, der Lüge und der Angst, des Aufbegehrens und der Verzweiflung durchmessen werden.

Musik von Georg Friedrich Händel
Anonymes Libretto "L´isola di Alcina" (1728) nach Ludovico Ariostos "Orlando furioso" (1516)

Konzertante Aufführung in italienischer Sprache

Besetzung:

Musikalische Leitung Harry Bicket
Alcina Joyce DiDonato
Ruggiero Alice Coote
Morgana Anna Christy
Bradamante Sonia Prina
Oronte Ben Johnson
Melisso Wojtek Gierlach
Oberto Anna Devin
Orchester The English Concert


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