Literatur

Alan Kaufman & Norbert Gstrein: Jew Boy / Judenlümmel


Vor mehr als 20 Jahren trat Alan Kaufman im Literaturhaus Salzburg auf (1993 war auf Deutsch der Band „SLAM! Poetry“ erschienen). Jetzt kommt der Autor mit seinem Roman „Jew Boy. A Memoir“ (2000) wieder nach Salzburg. Gemeinsam mit seinem Freund, dem österreichischen Autor Norbert Gstrein, stellt er das autobiographische Buch vor: „Judenlümmel“ (edition baes, 2014, Übersetzung: Jürgen Schneider).

„Jew Boy” ist die berührende Geschichte eines Jungen, der in den 1950er Jahren als Sohn einer Holocaust-Überlebenden in der Bronx aufwächst und nichts mehr versucht, als seiner Mutter und ihren Opfergeschichten aus dem Zweiten Weltkrieg zu entkommen. Er will „nach Westen”, will ganz Amerikaner werden und wird von seiner Familiengeschichte immer wieder eingeholt und „nach Osten” zurückgezogen. Seine Rettung ist am Ende die Literatur. Das Buch erzählt auch, auf welchen Umwegen Alan Kaufman zu dem Schriftsteller werden konnte, der er heute ist.

Alan Kaufman, geboren 1952 in New York, lebt in San Francisco. Er gehört zu den Mitbegründern der „Spoken-Word“-Bewegung und schreibt Gedichte und Romane. Auf Deutsch erschien 2013 sein Lyrik-Band „Zwangsjackenelegien“.

Norbert Gstrein, geboren 1961 in Tirol, lebt in Hamburg. Zuletzt erschien der Roman „Eine Ahnung vom Anfang“ (Hanser Verlag, 2013).


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