World Music · Alte Musik

Al Andaluz Project


Als Spezialisten für mittelalterliche Musik hat sich das deutsche Ensemble Estampie mit spanischen und marokkanischen MusikerInnen entschlossen in dem Al Andaluz Projekt eine Kooperation einzugehen, die eben jene drei Kulturen musikalisch aufgreift und so lebendig werden lässt.

Internationalität, Integration, religiöse, sprachliche und kulturelle Vielfalt und Toleranz. Was sich hier wie die Liste aktueller Diskussionsanstöße liest, sind Themen, die so bereits vor mehreren hundert Jahren die Geschichte Europas und das Zusammenleben der Menschen des Kontinents prägten.

Als geographischer Schnittpunkt der drei das Mittelalter bestimmenden Kulturen islamischer, jüdischer und christlicher Ausformung kann die iberische Halbinsel gelten.

Mit "Al Andaluz" = "Land des Lichts" bezeichnet, trafen dort in den Städten auf engstem Raum christliche Familien auf arabische Sprache und Lehren.

Als Spezialisten für mittelalterliche Musik hat sich das deutsche Ensemble Estampie mit spanischen und marokkanischen Musikern entschlossen, in dem Al Andaluz Project eine Kooperation einzugehen, die eben jene drei Kulturen musikalisch aufgreift und lebendig werden lässt.

Das Al Andaluz Project besticht nicht zuletzt durch die Noblesse seiner Produktion. Die Stimmen der charismatischen Sängerinnen Sigrid Hausen, Mara Aranda und Iman al Kandoussi sind von schwebender Reinheit.

Die Saiteninstrumente wie Saz, Oud und Fidel, gespielt von Michael Popp, schaffen in einem Moment die Atmosphäre flirrender, trockener Hitze, im nächsten suggerieren sie launige Unterhaltung an einem schattigen mittelalterlichen Hof. Ernst Schwindls und Jota Martinez‘

Drehleier und Aziz Samsaouis orientalische Zither entfalten ihren Reichtum, hinzu gesellen sich die tiefen, dunklen Trommeln unter den Händen von Sascha Gotowtschikow. So entsteht eine geheimnisvolle, betörende Musik, die wie selbstverständlich zwischen den Welten, Epochen und Kulturen wandert.

www.alandaluzproject.de


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