Theater

Aktionstheater Ensemble



Um die Grenzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit vergessen zu machen, konterkariert "Tanz Baby!"-Mastermind Kristian Musser das Geschehen mit minimalistischen Interpretationen vergangener Hits und sphärischen Neukreationen. Immersion. Wir verschwinden. Eine poetische Intervention.

Sie schimpfen auf "die da oben" und empfinden sich als "die da unten": Die mit dem Nestroy-Theaterpreis 2016 ausgezeichnete "schnelle politische Eingreiftruppe" (Der Standard) widmet sich in ihrem jüngsten Stück jenen am gesellschaftlichen Kuchen Zukurzgekommenen, für die Aufmerksamkeit alles bedeutet und die doch in ihrer Einsamkeit verloren gehen. Selbstverständlich darf auch hier wieder der ironische Blick auf die eigene Theaterarbeit nicht fehlen.

Michaela entrüstet sich über das mangelnde Können einer Darstellerin aus einem Werbeclip für eine Provinzstadt. Das hätte sie wirklich besser gemacht. Andreas darf während einer Gala vor internationalen Finanzmogulen seine Gedichte vortragen. Eine Karriere als gefeierter Poet scheint sich aber doch nicht abzuzeichnen. Martin träumt vom großen Durchbruch als Schauspieler in einer französischen Filmproduktion. Bei den Dreharbeiten am Mount Everest wird er aber zum Statisten degradiert. Sein einziger Satz wird gestrichen. Von nun an geht's bergab. Zurück in der Realität bleibt für alle ein Engagement beim aktionstheater ensemble. Anlässlich eines drohenden Rechtsruckes entschließt man sich, nur noch Komödien zu machen. Das hat in früheren Zeiten auch schon einmal funktioniert...