Theater

Ajax & Little Iliad


Mit der Herstellung einer Skype-Verbindung beginnt Little Iliad von Frank Cox-O’Connell und Evan Webber. Thom steht kurz davor, als Freiwilliger mit der kanadischen Armee in den Afghanistankrieg zu ziehen, sein Freund Evan will ihn davon abhalten.

Geschickt führt er das Gespräch auf das nie realisierte ≫griechische Projekt≪ ihrer Theatergruppe während der gemeinsamen College-Zeit. Jetzt, im Moment dieser existenziellen Entscheidung, bekommen die wenigen erhalten gebliebenen Verse der Kleinen Ilias eine vollkommen neue Dimension. Es sind die Gedanken Philoktets, denen Evan eine Stimme gibt und die Thom eine tiefere Reflexionsebene für seine Beweggründe, in den Krieg zu ziehen, eröffnen. Via Kopfhörer können die Zuschauer dem Skype-Gespräch bis zum Fall Trojas folgen. Dann bricht die Verbindung ab.

Mit einem radikalen Perspektivwechsel eröffnen Evan Webber und Frank Cox-O'Connell den zweiten Teil des Abends: auf der einen Seite die Zuschauer als griechischer Chor, auf der anderen zwei Schauspieler. Nach Ende des Trojanischen Krieges wahnsinnig geworden, hat sich der Held Ajax getötet. Vor uns liegt ein Feld der Verwüstung.

Mit der international gefeierten Inszenierung stellen sich die jungen Künstler aus Toronto erstmals dem Wiener Publikum vor.

Premiere im deutschsprachigen Raum

Künstlerische Leitung und Besetzung

Inszenierung Frank Cox-O’Connell
Licht, Bühne und technische Leitung Trevor Schwellnus
Sound Christopher Stanton
Video Pierre-Antoine Lafon Simard
Kostüme Bojana Stancic

Mit Frank Cox-O’Connell, Trevor Schwellnus, Christopher Stanton, Evan Webber


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