Oper · Theater

Aida


Mit Verdis Eröffnungsoper „Aida“ – wir erinnern uns: 1871, Suezkanal, Kairo – präsentieren die Festspiele die erste Neuproduktion des Sommers im Festspielhaus.

Auf die „Elefanten“ wird man wohl vergebens warten, zu intim ist in Wirklichkeit Verdis Meisterwerk. Oft verstellt ja der zentrale Triumphmarsch-Prunk den Blick auf die Tragödie dreier junger Menschen, die Spielball von Machtinteresse einer kriegslüsternen älteren Männergeneration religiöser und politischer Führer sind. Die Partitur bedient zwar trompetenstrahlend die repräsentativen großen Tableaus der „Grand Opéra“, bei genauem Hinsehen und genauem Hinhören ist aber erkennbar, dass Verdi hier in zarten Farben das Zerbrechen des naiven Individuums an den Strukturen einer korrupten Vätergeneration komponiert. Mit Audrey Saint-Gil, Daniela Kerck und Andrea Schmidt-Futterer tritt ein unkonventionelles Leitungsteam an, das bei seinem Debüt in Erl auch diesen Aspekt der Partitur umsetzen wird.

Giuseppe Verdi

Musikalische Leitung Audrey Saint-Gil
Regie und Bühnenbild Daniela Kerck
Kostüme Andrea Schmidt-Futterer

Choreografie Ilja Vlasenko
Lightdesign Andreas Hofer (Phoenix)
Visuals Astrid Steiner


Il re Raphael Sigling
Amneris Teresa Romano
Aida Maria Katzarava
Radamès Ferdinand von Bothmer
Ramphis Giovanni Battista Parodi
Amonasro Andrea Silvestrelli
Messo Denys Pivnitsky
Sacerdotessa Giada Borrelli


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