Theater

Agora Theater - Hannah Arendt auf der Bühne


Das Kinderbuch wie auch die Inszenierung lassen Bedrohung und finstere Zeiten ebenso wenig aus wie den Rückzug in das Private, den folgenlosen Diskurs und den Verlust der Menschlichkeit.

An ihrem Sterbetag im Dezember 1975 begegnet die kinderlose Hannah Arendt einem kleinen Mädchen, das ihr selbst gleicht und auch Hannah heißt. Das Kind fordert Arendt heraus, „stört“ sie und passt nicht in den Tagesplan der berühmten Philosophin, nämlich konzentriert an ihrem Werk zu arbeiten. Unterbrochen, irritiert und herausgefordert begibt sie sich mit dem Mädchen ins Theater und erklärt hier die Grundbegriffe ihrer Philosophie.

Das Kinderbuch wie auch die Inszenierung lassen Bedrohung und finstere Zeiten ebenso wenig aus wie den Rückzug in das Private, den folgenlosen Diskurs und den Verlust der Menschlichkeit. Durch die Seiten zieht sich der Gedanke, dass Freiheit ein fragiles Gut ist, das es immer wieder neu zu erkämpfen gilt. Das hoffnungsvolle Ende beschreibt Hannah Arendts Glauben an das Unvorhersehbare, daran, dass mit jedem neuen Kind die Welt neu beginnen kann.

Spiel: Wellington Barros, Karen Bentfeld/Annika Serong, Galia De Backer/Ninon Perez, Roland Schumacher; Dramaturgie: Felix Ensslin, Sascha Wolters; Regieassistenz: Susi Muller; Bühne/Technik: Céline Leuchter; Kostüm: Petra Kather; Regie: Ania Michaelis.


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