Wienerlied · Klassik

Agnes Palmisano, Paul Gulda, Klavier



Wien steht im Zentrum, als brodelnder musikalischer „Melting Pot“: Die Musik schmeckt nach Mozart und Schubert ebenso wie nach traditionellem Wienerlied und Dudler, dem weltberühmten und von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärten Wiener Jodler. Aromen von Paprika bis Oregano, sprich: der ehemaligen Kronländer, mischen sich darunter. Liszt und Leopoldi, Beethoven und Berg, Schönberg, Gulda und andere Musiker, die ohne das dichte musikalische Flair der Stadt nicht zu den Meistern geworden wären, als die wir sie kennen.

Agnes Palmisano, führende Interpretin des „Wiener Dudlers“, ist mit ihrer Version des Wienerliedes schon rund um die Welt gereist. Sie bewegt sich stilsicher zwischen den Genres und spielerisch zwischen Tradition und Innovation. Ihre Stimme klingt, in schwindelnden Höhen und abgründigen Tiefen, lieblich süß oder bodenständig derb, ihre natürliche Erscheinung ist gepaart mit einer großen schauspielerischen Wandlungsfähigkeit.

An ihrer Seite ist Paul Gulda. Auf den ersten Blick verblüfft diese Kombination der volksmusikalisch verwurzelten Sängerin und des klassisch ausgebildeten Konzertpianisten. Doch Paul Gulda, nach Herkunft und Neigung von der Tradition des Wiener Klavierspiels geprägt wie vom Grenzgängertum, ist bekannt für seine große Offenheit. Und aus der Begegnung dieser beiden „Urwiener“ entspinnt sich eine Grenzen und Genres sprengende, auch sehr unterhaltsame Auseinandersetzung über die „Schöne Musi“.