Theater

Aggregat Valudskis: Liebirien oder Eine fremde Seele, das ist ein dichter Wald


Die neue Produktion des Theaterkollektivs „Aggregat Valudskis“ entspricht einer Jagd durch die unendliche Weite Sibiriens, auf der Suche nach der Čechov‘schen Liebe. Einer Liebe, die im Vorhinein zum Scheitern verurteilt ist.

„Liebirien oder Eine fremde Seele, das ist ein dichter Wald“ ist eine Collage aus Minidramen bzw. Erzählungen von Anton Čechov, inszeniert vom litauischen Regisseur und Čechov-Kenner Arturas Valudskis. Es spielen Sonja Romei, Martin Bermoser und Markus Kofler. Seine Uraufführung erlebt „Liebieren“ am Montag, 13. Mai 2019 im Theater Arche (vormals Theater Brett).

REGIE: Arturas Valudskis
ASSISTENZ: Jamie Jaros / PRODUKTION: Melika Ramić
SCHAUSPIEL: Sonja Romei, Martin Bermoser und Markus Kofler

Auf Plattformen wie Tinder, Parship oder Elitepartner tummeln sich Menschen auf der Suche nach unterschiedlichsten Liebes-Angeboten und mit dem Vorsatz, ihrer Einsamkeit ein Ende zu setzen. In „Liebirien“ nähert sich das Theaterkollektiv „Aggregat Valudskis“ dieser menschlichsten aller menschlichen Sehnsüchte und arbeitet Mechanismen der Liebe heraus, um wieder einen genaueren Blick und Sensibilität jenseits der schnellen Erfüllung zu entdecken. Den Weg der Untersuchung weisen die pointierten, jede Gefühlsregung, jede Geste, jeden Kommunikationsversuch penibel auslotenden Erzählungen und Minidramen des russischen Schriftstellers Anton Čechovs (1860 – 1904).

Ohne Pathos, falsche Romantik oder gar Zynismus nimmt „Liebirien oder Eine fremde Seele, das ist ein dichter Wald“ unser tiefes Bedürfnis nach Liebe unter die Lupe und schreckt weder vor den freudvollen noch den traurigen Konsequenzen zurück. Regisseur Arturas Valudskis und seinem „Aggregat“ geht es dabei vor allem um die tieferliegenden Strukturen und Ausformungen der Liebe, bis hinein ins Mystische. Idealisierte Vorstellungen und Klischees romanistischer Liebe lässt das Theaterkollektiv bewusst hinter sich.


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