Party

Affine im Sommer feat. The Clonious & Wandl


Trifft man THE CLONIOUS mit hunderten Kopfhörern die direkt in sein musikalisches Epizentrum fließen, ist man einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit ausgesetzt Zeuge eines diffizilen organisch-maschinellen Klonvorgangs zu werden. Mit Hang zur Detailarbeit und obsessivem Perfektionismus, ist er ein Vertreter eines unkonventionellen und vor allem fiktionalen Konzepts. Jemand der das scheinbar Unbedeutende und das offensichtlich Wesentliche zusammenfügt und in weiterer Folge wieder Musik in Rhythmus und Harmonien zerlegt um wieder festzustellen das Jazz die unumstößliche Mutter des Ganzen ist. Ein Soulsearcher und Vinylafficionado, dem es nichts ausmacht einen Breakdance hinzulegen, für gewöhnlich macht er das auch ungefragt. Über die Jahre hinweg stellte The Clonious von Wien bis Kapstadt seine Qualitäten als vielseitiger DJ unter Beweis. Genauso als Remixer – Trademark Reworks für Leute wie Alice Russell, Weggefährte Dorian Concept oder Krts stehen auf seiner Visitenkarte.

„Musik war für mich von Anfang an mit Visuellem verbunden“ meint WANDL. Hört man den 20-jährigen Musiker und Producer, der in der Nähe von Wien aufgewachsen ist, über sein persönliches kreatives Epizentrum sinnieren, geht es eingangs nicht zwingend um musikalische Sozialisation. Wandl erzählt zwar von frühem Geigenunterricht, dass er in jungen Jahren viel gesungen und diverse englische Texte aus CD Booklets auswendig gelernt hat, betont aber dass er seine Phantasie zunächst aus dem Zeichnen geschöpft hat. Kein Hindernis sich aber bald darauf von HipHop, den er nach wie vor als seinen musikalischen Hauptbezugspunkt bezeichnet, inspirieren zu lassen. Wandl begann in frühen Teenagerjahren mit Musikproduktionssoftware zu experimentieren und seine ersten Songs zu schreiben. Seitdem verfolgt er konsequent seine musikalische Vision die jegliche Genre-Begrifflichkeiten außer Kraft setzen. Wandl baut tieffliegende und dicht geflochtene Beats, die er mit freischwebenden Vocals und ineinandergreifenden Melodien kombiniert. Seine fragil anmutenden Entwürfe transformieren sich auf verblüffende Art und Weise in bildhafte Klanglandschaften, die zu einem synthetischen Klartraum verschwimmen. Ähnliche Parameter gelten auch bei seinen Live-Shows die er mit seinem guten Freund, dem Visual Artist Clemens Haas, verwirklicht.


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