Theater

Absolution


Hotschnig zeichnet ein verrätseltes Familientableau, seine Farben sind Lebenslüge, Heuchelei und Schuld. „Die fehlenden Worte für fehlende Gefühle, fehlende Gesten, Fehler in der Gesellschaft sind es, die Hotschnigs Sprache der Sprachlosen zu vermitteln vermag.“

Der Ludwig kommt heim, heißt es. Aber der Ludwig ist doch tot. Umgebracht hat er sich, nein, erschlagen ist er worden ... Ein Telegramm hat er geschickt: „Ich bin tot.“ Ist das ein böser Scherz? Oder liegt er jetzt wirklich da drin, in dem Sarg, mitten im Wohnzimmer? Und welche Rolle spielt sein Bruder Georg? Hat er das Ganze inszeniert, um sich am Vater zu rächen? Hat der als Lehrer Kinder missbraucht? Und welche Beziehungen unterhält er zur rechten Szene? Die Mutter will das alles nicht wahrhaben und die alte Bertha schweigt dazu.

Doch jeder ist auf seine Art in Ludwigs angeblichen Tod verstrickt, jeder hat etwas zu verbergen oder verdrängt die Wahrheit. Hinter der Fassade der kleinbürgerlichen Wohlanständigkeit lauert ein emotionales Minenfeld. Worüber man nicht redet, dafür muss man keine Verantwortung übernehmen, während einen das Schweigen mit den anderen zusammenschweißt ...

Besetzung:

Ernst Weisheim Oliver Vollmann
Ria Weisheim Katharina Schmölzer
Georg Weisheim Theo Helm
Berta Julia Gschnitzer

Regie & Bühne Rüdiger Hentzschel
Licht Marcel Busa, Gottfried Lehner
Regie- & Produktionsassistenz Alina Zeichen, Sandro Miller
Dauer 1:20 Stunde, keine Pause


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