Kunstausstellung

Abschied von der Romantik. Der Maler Leo Reiffenstein


Der Maler Leo Reiffenstein (1856–1924) hatte das Glück, sein Atelier im Schloss Mirabell aufschlagen zu können, als er 1896 von Wien nach Salzburg übersiedelte. Der Blick von seinem Fenster zur Festung sowie der barocke Garten mit seinen Skulpturen wurden ihm zum bevorzugten Motiv.

Der Künstler passte sich seiner neuen Umgebung dadurch an, dass er vom düsteren Ringstraßenprunk zur stimmungsverklärten Landschaft überwechselte. Dieses Fach lag ihm im Grunde mehr als die kalte, künstliche Prachtentfaltung, wie er sie als Schüler und Mitarbeiter von Hans Makart kennengelernt hatte.
Reiffensteins Schaffenszeit fiel in eine Phase großer Umwälzungen, wo Kunstwelten in bisher nicht dagewesener Schärfe gegeneinander prallten. Er, der als junger Maler mit „Historienschinken“ wie „Krönung Friedrichs II. in Palermo“ oder „Maximilians Brautfahrt“ reüssiert hatte, fand mit seiner lichterfüllten Landschaftskunst zu einer mehr zeitgemäßen Ausdrucksform. Die Möglichkeit, diesen vergessenen Altmeister der Salzburger Kunst kennenzulernen, gibt es ab 26. Juni 2015 in der Säulenhalle.


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