Kunstausstellung

A sentimantal Landscape - Die Erfindung der Landschaft nach Goethe


Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

6020 Innsbruck, Museumstraße 15

Di., 01.09.2020 - So., 08.11.2020

Mo: Geschlossen
Di: 10:00 - 18:00 Uhr
Mi: 10:00 - 18:00 Uhr
Do: 10:00 - 18:00 Uhr
Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
Sa: 10:00 - 18:00 Uhr
So: 10:00 - 18:00 Uhr

Ausgehend von der Analyse von Darstellungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert wagt die Ausstellung einen umfassenderen Diskurs über die Konstruktion der Landschaft, über den Bruch mit den Stereotypen im 20. Jahrhundert und ihre bewusste individuelle Aufarbeitung in der Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart.

„Ich befinde mich nun wirklich in einem neuen Lande, in einer ganz fremden Umgebung“. So schreibt Johann Wolfgang von Goethe, als er am 12. September 1786 den Gardasee erreicht. Parallel zur großen Ausstellung „Goethes italienische Reise. Eine Hommage an ein Land, das es niemals gab“ im Innsbrucker Ferdinandeum präsentieren die Tiroler Landesmuseen im Museo Alto Garda (MAG) eine Auswahl aus ihren Sammlungen und fügen sich im Austausch mit einzelnen italienischen Positionen in eine Auseinandersetzung mit der Landschaft ein, die das MAG seit einigen Jahren vorantreibt.

Goethes „Italienische Reise“, die zwischen September 1786 und Juni 1788 erfolgte doch erst zwischen 1813 und 1817 literarisch aufgearbeitet wurde, eröffnet eine besondere Betrachtung der Landschaft in der Kunst von Ende des 18. Jahrhundert bis heute. Die Ausstellung beleuchtet einen Aspekt der Reise, der weniger beachtet wurde: der Entdeckung der Landschaft als Ort der Selbsterkenntnis.
Der Titel der Ausstellung ist an den Roman “A Sentimental Journey”, oder „Empfindsame Reise“ des Schriftstellers und Goethes Zeitgenosse Laurence Sterne angelehnt, wobei „sentimental“ den Widerstand gegen die intellektuelle Vormacht der Vernunft , das Ausloten der Rolle von Sinnlichkeit und Introspektion aber auch eine ironische Kritik der vielen Reisebuchautoren beinhaltet, die eine neutrale Beschreibung der entdeckten Landschaften für ihre Werke beanspruchten.