Kunstausstellung

A Proposal to call


Der „Call for Proposals“ ist eine gängige und zunehmend verbreitete Praxis im globalen Kunst- und Kulturbetrieb. Das Verfahren der Ausschreibung ist Teil eines Ausstellungsbetriebs, in dem Budgets kleiner, Arbeit prekärer, der Markt globaler und der Wettbewerb größer werden. Es ist Ausdruck eines Felds von konkurrierenden Projekten, dessen Bewertungsmaßstäbe durch die Logik des In-Aussicht-Stellens mitbestimmt werden.

Martin Beck, Ulrich Bröckling, Anne Faucheret, Nikolaus Gansterer, geheimagentur, Alexandra Grausam, Georgia Holz & Claudia Slanar, Suzana Milevska, Klaus Neundlinger, Read-in, Katja Stecher, Studierende der Universität für Angewandte Kunst Wien, Team der Kunsthalle Exnergasse, Julia Wieger u.a.
Display von Seth Weiner
Kuratiert von Vera Lauf und Barbara Mahlknecht

Der „Call for Proposals“ ist eine gängige und zunehmend verbreitete Praxis im globalen Kunst- und Kulturbetrieb. Das Verfahren der Ausschreibung ist Teil eines Ausstellungsbetriebs, in dem Budgets kleiner, Arbeit prekärer, der Markt globaler und der Wettbewerb größer werden. Es ist Ausdruck eines Felds von konkurrierenden Projekten, dessen Bewertungsmaßstäbe durch die Logik des In-Aussicht-Stellens mitbestimmt werden.
Andererseits eröffnet die Praxis des „Call for Proposals“ einen Raum des Möglichen: Die Ausschreibung richtet ihr Augenmerk auf potenziell neue, noch nicht etablierte Vorhaben. Die eingereichten Vorschläge sind Angebote für Szenarien, die der Realität und den tatsächlichen Bedingungen noch nicht zugeführt sind; sie geben Auskunft über eine Vielfalt kreativer Ansätze.
In Form eines experimentellen Ausstellungssettings nimmt A Proposal to Call sowohl die sozio-ökonomischen Bedingungen des „Call for Proposals“-Verfahrens als auch seine Potenziale für künstlerische und kuratorische Praxen in den Blick.


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