Kunstausstellung · Theater

Claudia Bosse / Theatercombinat - A first step to Ideal Paradise


Eine Performance und eine Installation zu Ritualen und politischem Denken. Ein Werkraum. Ausgangsmaterial ist eine Sammlung von Interviews (some democratic fictions), die die Künstlerin Claudia Bosse seit 2011 in verschiedensten Städten der Welt führt.

Es sind Stimmen von Menschen, die die soziale und politische Situation in der sie leben, Krisen und gesellschaftliche Umbrüche reflektieren, die nachdenken über Religion und Demokratie, über Lebensweisen und Freiheitsbegriffe sowie politische Alternativen. Es sind körperlose Stimmen, die in der Installation „a first step to IDEAL PARADISE“ in Objekten und Materialien hausen, sich herauswölben aus unterschiedlichsten Stofflichkeiten und bildnerische Formen zum Sprechen bringen.

Sie treffen auf Körper ohne Sprache, auf die Aktionen und Rituale der PerformerInnen und die Bewegungen der ZuschauerInnen. Die PerformerInnen sind eingelassen in die Landschaft der Installation, wenden Objekte an, werden zum Medium im Raum, initiieren Bewegungen und kontrastieren oder vergrößern die verbalen Versuche der Orientierung. In diesem Werkraum der gedanklichen, rituellen und bildnerischen Operationen bilden sich choreografische Anordnungen; es wird trainiert für eine zukünftige Gesellschaft, für eine mögliche Gemeinschaft zwischen Menschen, Dingen und Ideologien - für das ideale Paradies.

Nach der Weiterentwicklung der Installation für das folgende Wochenende übernehmen die ZuschauerInnen und werden zu den AkteurInnen des Raums: Stimmen und Objekte werden auf der Suche nach alternativen Ökonomien, Ethiken, Handlungen und Orientierungen aktiviert und vielleicht angewendet.

Konzept, Installation, Regie: Claudia Bosse
Sound, Media Support: Günther Auer
Performance: Alexandra Sommerfeld, Florian Tröbinger, Elizabeth Ward, Einat Tuchman und Ilse Urbanek
Technik: Marco Tölzer
Produktion: Margot Wehinger, Anna Etteldorf
Artistic Managment: Silke Bake


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