Vortrag

70 = 30 = 15 Jahre danach - Österreich und der Nationalsozialismus. Eine Erinnerungsbilanz


Die bewusste Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ist in Österreich ein junges Phänomen, im Wesentlichen eines der letzten beiden Jahrzehnte. Während die offizielle „Anerkennung“ und „Aufarbeitung“ Jahrzehnte auf sich warten ließ, setzte die politische Instrumentalisierung schon an der Wiege der zweiten Republik ein - von der Unabhängigkeitserklärung des 27. April 1945 über die fahrlässige Nachkriegsjustiz bis zum fatalen Paarlauf von Opfermythos und Widerstandserzählung. Wie viel Substanz hat der vielzitierte „Paradigmenwechsel“ der Neunzigerjahre? Auf welchen Ebenen fand er (nicht) statt? Wie sind Kunstrückgabe und Entschädigungszahlungen aktuell zu bewerten? Ist das Ende der politischen Instrumentalisierung gekommen?

Gastgeber: Wolfgang Schmutz, Geschichtspädagoge


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