Klassik

6. Symphonie Konzert


Interpreten:
Dirigent, Heinz Holliger
Sopran, Sarah Maria Sun

Programm:
Robert Schumann (1810–1856)
Ouvertüre zur Oper „Genoveva“ op. 81

Heinz Holliger (*1939)
„Dämmerlicht (Hakumei)“ . Fünf Haiku für Sopran und großes Orchester
nach Gedichten von Heinz Holliger

Gustav Mahler (1860–1911)
Symphonie Nr. 4 G-Dur für Sopransolo und Orchester

HIMMLISCHE FREUDEN
„Musik ist fähig, das Zeitbewusstsein völlig aufzuheben – die Ewigkeit wird in einen Augenblick eingepackt“, sagte Heinz Holliger in einem Interview über seinen Gesangszyklus „Dämmerlicht“. Aus nur 17 Silben besteht die japanische Gedichtform Haiku, doch aus einem einzigen Wortklang entstehen in Holligers Vertonungen von fünf eigenen Haikus große Klanggebilde am unendlichen Abendhimmel. Aus Holligers „Dämmerlicht“ wird die deutsche Sopranistin Sarah Maria Sun zu den „himmlischen Freuden“ im Finale von Mahlers vierter Symphonie gelangen. Sie führe in die „Welt als ewige Jetztzeit“, sagte Mahler über diese aus dem Keim eines „Wunderhorn“-Liedes entstandene Symphonie. An Schumann, dem Holliger 2016 den Schwerpunkt seines Programms mit dem TSOI widmete, knüpft der universelle Schweizer Musiker bei seiner Wiederkehr an und eröffnet mit der Ouvertüre zur romantischen Sagenoper „Genoveva“.


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