Klassik

5. Symphonie Konzert


2015 tauchte Igor Strawinskis seit der Uraufführung 1909 für verschollen erklärter Chant funèbre in einem Hinterzimmer des St. Petersburger Konservatoriums auf. Der damals 26-Jährige hatte den „Klagegesang“ 1908 zum Gedenken an seinen Lehrer Nikolai Rimski Korsakow komponiert. Trotz ihrer Düsterkeit entpuppt sich die Hommage als wahre Klangschönheit, die nicht zuletzt an Richard Wagner gemahnt.
Als „einer der ersten glühenden Bewunderer von Strawinski“ hatte sich Erich Wolfgang Korngold vom einstigen Wunderkind zum erfolgreichen Opern- und schließlich zum gefragten Filmmusikkomponisten entwickelt. Das Violinkonzert, in dem er Themen aus seinen Filmmusiken verarbeitete, markiert einen Wendepunkt in Korngolds Schaffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg verabschiedete sich der Komponist vom Filmgenre. Benjamin Schmid, einer der vielseitigsten Geiger seiner Generation, gibt sich der spannenden Mixtur aus Hollywood-Nostalgie und virtuosem Solokonzert hin.
Wie Korngold lebte auch Sergej Rachmaninow während der Kriegsjahre im amerikanischen Exil. Auf Long Island brachte er 1940 mit den Sinfonischen Tänzen sein letztes Orchesterwerk zu Papier. Gespickt mit Zitaten aus seinem Œuvre wirken sie wie eine große symphonische Rückschau auf ein bewegtes Komponisten-Leben.


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