Kunstausstellung

100 Jahre Alexander Rutsch - Ein Einblick in das Frühwerk


Gezeigt wird eine Auswahl aus der Familiensammlung: Portraits aus den 1950er-Jahren, u. a. von Wilhelm Furtwängler, Albin Skoda, Oskar Werner, Carl Zuckmayer, sowie von Freunden und Familie - Rutsch hat zwischen Prominenten und seinen Nächsten nicht unterschieden.

Alexander Rutsch (30. August 1916, St. Petersburg - 27. November 1997, New York) würde dieses Jahr seinen
hundertsten Geburtstag feiern. Der Beginn seiner künstlerischen Karriere ist stark mit Baden verbunden -
durch den Umgang mit Persönlichkeiten aus Oper und Theater stärkte sich sein Zugang zum Portrait als
Zugang zur Welt.

Gezeigt wird eine Auswahl aus der Familiensammlung: Portraits aus den 1950er-Jahren, u. a. von
Wilhelm Furtwängler, Albin Skoda, Oskar Werner, Carl Zuckmayer, sowie von Freunden und Familie - Rutsch
hat zwischen Prominenten und seinen Nächsten nicht unterschieden. Später erlangte er auf diese Weise
Bekanntheit durch Portraits u.a. von Pablo Picasso, Peter Ustinov, Jacky Kennedy, Papst Johannes Paul II
etc.

Am 30. August 2016 jährt sich zum hundertsten Mal der Geburtstag des großen Malers Alexander Rutsch.
Dieser wurde in St. Petersburg/Russland geboren und wuchs nach der Flucht vor den Bolschewiken in
Belgrad auf. Zum Maler und Sänger ausgebildet, kam er 1942 an das Badener Stadttheater und bereicherte
das Ensemble. Durch seine Russischkenntnisse konnte er während der Besatzungszeit vielen Menschen
helfen. Immer mehr fühlte er sich zur Malerei hingezogen, während er noch große Opernpartien sang.
Er begann bei Dobrowski und Boeckl an der Wiener Akademie der Bildenden Künste zu studieren und
erhielt 1950 einen Preis des Französischen Kulturinstituts, wodurch er nach Paris kam. Dort feierte er große
Erfolge und konnte Freundschaften mit vielen bedeutenden Künstlern seiner Zeit - wie Picasso, Dali, Léger -
schließen. Immer mehr wurde ihm Paris zur Heimat, bis er 1965 eine erste Ausstellung in New York hatte. Dort
gründete er 1968 eine zweite Familie.
In den Vereinigten Staaten wurden ihm viele Auszeichnungen zuteil, so wurde er 1977 und 1983 von
der Jury der „International Beaux Arts“ zum „Artist Of The Year“ gewählt und mit der Ehrenbürgerschaft der
Stadt New Orleans ausgezeichnet. 1993 schuf Alexander Rutsch für den „Human Rights Congress“ im Vienna
Austria Center der Vereinten Nationen große Skulpturen aus Holz. Auch durfte er 1994 ein Portrait von Papst
Johannes Paul II. malen, das in der Nuntiatur des Heiligen Stuhles bei den Vereinten Nationen in New York
seinen Platz fand.
In seinen letzten Lebensjahren kam Alexander Rutsch regelmäßig nach Baden, die geliebte Stadt
seiner jungen Künstlerjahre und bedeutsamen Entwicklung. In Österreich wurde ihm im Oktober 1997 das
Ehrenkreuz I. Klasse für „Kunst und Wissenschaft“ verliehen, das er jedoch nicht mehr entgegennehmen
konnte, da er am 27. November 1997 in New York verstarb.


Vergangene Termine