Kunstausstellung

100 Beste Plakate 14. Deutschland Österreich Schweiz


Bereits zum zehnten Mal zeigt das MAK in der Ausstellung 100 BESTE PLAKATE 14. Deutschland Österreich Schweiz die einhundert überzeugendsten Gestaltungskonzepte im wohl heißesten Medium der visuellen Alltagskultur: dem Plakat.

Die aktuellen Siegerprojekte des beliebten Grafikdesignwettbewerbs bestechen mit hintergründigem Bildwitz, explosiver Farbgebung sowie exakten Ausführungen und demonstrieren eindrücklich, dass ein Plakat mehr als nur banale Werbefläche sein kann. Viele der prämierten Arbeiten setzen außerdem auf ein subtiles Spiel mit Typografie. Innovative Ideen finden sich auch im Herstellungsprozess: Der diesjährige Wettbewerb zeigt, dass man Plakate ohne Weiteres im Hightech-Verfahren stricken oder eine thermo-isolierende Rettungsdecke als Trägermaterial für einen Siebdruck verwenden kann.

Kaum ein Medium ist derart auf den Verbrauch hin getaktet und setzt dennoch Trends am Puls der Zeit. „[…] der Plakatgestalter fordert sich immer wieder selbst heraus und erfreut sich an gewonnenen Sinnbildern.“ so Götz Gramlich, Präsident des Vereins 100 Beste Plakate e. V., und er postuliert: „Ein gutes Plakat entfaltet sich im Kopf des Betrachters.“

Aus über 1 800 eingereichten Einzelplakaten, zusammengesetzt aus Auftragsarbeiten, selbst initiierten Plakaten/Eigenwerbungen sowie studentischen Projektaufträgen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, prämierte die international besetzte Fachjury, bestehend aus Richard van der Laken (Amsterdam, Vorsitz), Christof Nardin (Wien), Jiri Oplatek (Basel), Nicolaus Ott (Berlin) und Ariane Spanier (Berlin), die 100 Siegerplakate des Jahres 2014.

Am Wettbewerb hatten sich 575 EinreicherInnen beteiligt, davon 48 aus Österreich, 128 aus der Schweiz und 399 aus Deutschland. Spitzenreiter unter den prämierten 100 Besten ist die Schweiz mit 51 Siegerprojekten, gefolgt von 44 deutschen und 5 österreichischen Beiträgen.

Der von sensomatic design (Christine Zmölnig und Florian Koch, Wien) gestaltete Katalog bietet neben den Abbildungen aller Siegerplakate und den Kontakten zu den GestalterInnen auch dieses Jahr einen bestechenden Aufsatz von Thomas Friedrich: Zur Dialektik von Bild und Text im Plakat heute. In pointierter Form geht er auf die Kontextualität von Plakaten ein und erklärt das Thema witzig und bildhaft anhand eines Plakats für einen Stierkampf. Mehr dazu im Katalog!

Für das Corporate Design des diesjährigen Wettbewerbs und die neuen Web-Visuals zeichnet ebenfalls sensomatic design, Wien, verantwortlich. Seit Juni 2014 bietet das neue Online-Archiv auf der Homepage der 100 Beste Plakate e. V. einen umfassenden Überblick aller prämierten Arbeiten aus den Jahren 2001 bis 2014.


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