Ein Abend, an dem sich vier brillante Solisten zu einer kreativen musikalisch-organischen Einheit verbinden
Der polnische Trompeter Tomasz Stanko zählt zu den Wegbereitern des europäischen Jazz in den frühen 60er Jahren. Wie viele seiner Kollegen vom Freejazz in der Tradition eines Ornette Coleman inspiriert, entwickelte er seine eigene musikalische Sprache an der Schnittstelle von Tradition und Innovation. Mit Tomasz Stanko hat die Jazzszene einen musikalischen Repräsentanten von der Güte und den lyrischen Qualitäten eines frühen Miles Davis und Chet Baker - eine Ausnahmeerscheinung.
1942 in Rzeszowie geboren, fand der Musiker bereits als 16jähriger zum Jazz. Nachdem er in Krakau ein Konzert des Dave Brubeck Quartet gehört hatte, entschloß er sich, schon Klavier und Geige spielend, spontan Trompete dazu zu lernen. Sein musikalischer Weg führte ihn nach der langjährigen Zusammenarbeit mit dem legendären Filmmusikkomponisten Komeda über eine Freejazz-Phase hin zur slawischen Soulmusik, die in den letzten Jahrzehnten zu seinem Markenzeichen wurde.
1994 schloss sich Tomasz Stanko mit einem Trio polnischer Musiker, dem Pianisten Marcin Wasilewski, dem Bassisten Slawomir Kurkiewicz und dem Schlagzeuger Michal Miskiewicz, zusammen. 2001 wurde die gemeinsam produzierte CD «Soul Of Things» ein großer Erfolg und Tomasz Stanko zum Gewinner des «European Jazz Prize» gewählt.