Berlin hat seine Kleinkunstmeile am Kurfürstendamm und Hamburg auf der Reeperbahn.
Endlich wird es auch in Wien auf der Einkaufsmeile Nummer 1 ein Kabaretthaus geben, das durch seine Lage und durch seine Architektur auf der Mariahilferstraße völlig neue Akzente setzt.
Mit einer Besucherkapazität von rund 360 Personen wird der Stadtsaal im 6. Bezirk als größtes Kleinkunsttheater die Kulturszene nachhaltig mitgestalten.
Wien wird damit um einen Ort bereichert, an dem sowohl die großen Stars und aufstrebenden Nachwuchskünstler der Österreichischen Kabarettszene, als auch die des benachbarten Auslands zentrumsnah ein Zuhause finden.
Für die Leitung des neuen Theaters zeichnet neben Andreas Fuderer und Fritz Aumayr auch Till Hofmann verantwortlich.
Geschichte des Stadtsaals:
„Zum blauen Bock“ , 6., Mariahilfer Straße 81
Wo zuletzt der "Verein für Konsumenteninformation" seinen Sitz hatte,
stand einst der Gasthof "Zum blauen Bock" (später "Englischer Hof", dann
Monopol, Savoy und zuletzt Münchnerhof), der einen beliebten Ball-,
Konzert- und Versammlungssaal besaß. In dem spielten u.a. Carl Michael
Ziehrer und Josef Lanner.
Hier wurde am 8. Dezember 1867 der Arbeiterbildungsverein Gumpendorf
gegründet, eine der aktivsten und stärksten Organisationen in der
Frühzeit der Wiener Arbeiterbewegung. Das am 15. November 1867 in
Kraft getretene Staatsgrundgesetz eröffnete der jungen Arbeiterbewegung
nach Jahren der Illegalität neue Möglichkeiten, sich zu organisieren.
Unmittelbar nach Inkrafttreten des Gesetzes wurde für den 8. Dezember
eine Versammlung zur Gründung eines Wiener Arbeiterbildungsvereins
einberufen. Vorbereitet wurde diese Zusammenkunft von bereits
existierenden Arbeiterkomitees in Gumpendorf und Schottenfeld, den
Zentren der Wiener Textilindustrie.
Der Zustrom übertraf allerdings selbst die kühnsten Erwartungen. Der
Saal war für die etwa 3.000 Teilnehmer viel zu klein. Die Versammlung
musste deshalb vertagt werden und fand eine Woche später, am 15. Dezember
in Schwenders Kolosseum statt. Die Zusammenkunft am 8. Dezember
gilt dennoch als das Gründungsdatum des Arbeiterbildungsvereins
Gumpendorf, der damit vermutlich der erste dieser Vereine in Wien war.
Der Elektrotechnische Verein Österreichs, Verband Deutscher
Elektrotechnicker, Österreichischer Verband für Elektrotechnik
veranstaltete den II. Vergnügungs-Abend am Dienstag, den 15. Jänner 1901,
im großen Saale des Hotel Savoy (Englischer Hof), Wien, VI.,
Mariahilferstraße 81. Entree per Person 3 Kronen.
1911 übernahm Franz Aufischer das Hotel und benannte es in „Münchner
Hof" um.
Armin Berg trat zu Silvester 1928 am Johann Strauß Theater, am Neuen
Wiener Stadttheater und am Theater an der Wien auf. Ein Jahr später u.a.
im Hotel Münchnerhof, im Apollo und erneut im Strauß-Theater.
1948 gaben die westlichen Alliierten die Zensur auf - mit Ausnahme von
1.200 "Nazi-Filmen" auf der Verbotsliste des Jahres 1947. Die
sowjetischen Zone bestand hingegen bis 1955 auf einer Filmgutachtung und
auf einer prozentuellen Film-Aufteilung von 50 % Filmvorführungen
sowjetischer Herkunft bzw. sowjetischen Verleihs; dennoch war man bei
Übertretungen eher locker - es blieb zumeist bei Verwarnungen. Im
Volksbildungshaus Alsergrund präsentierte sich in diesem Jahr das
Österreichische Kinemathek-Museum (1951 zieht es in das Hotel
"Münchnerhof" in Mariahilf um.)
Gründung der Filmwissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft innerhalb der
Gesellschaft der Filmfreunde (1953 wurde diese eine eigene Gesellschaft,
der ab 1956 auch der Aufgabenbereich "Filmwirtschaft" zukam)
„Zweite Rosenmontag Redoute" von Funk und Film am 1. März 1954 in den
Sälen des Hotels Münchnerhof: Kabarett im Kleinen Saal - Max Lustig
conferierte Else Rambausek, Maxi Böhm, Pirron & Knapp, Willy Kralik und
Erich Dörner
Grosse Bonbonnieren- und Süsswarenschau 1954, im "Münchnerhof", Wien,
vom 25. April bis 2. Mai 1954 - Zentralvereinigung der Zuckerwarenhändler Österreichs, 1954