In seinen hier erstmals gesammelten Texten über Literatur erzählt Paulus Hochgatterer, was ihn zum Schreiben treibt: die Lust am Verbotenen, die Identifikation mit seinen Klienten, die Freude am Abschweifen, die Zwiesprache mit seinen Katzen...
Seit vielen Jahren teilt Paulus Hochgatterer seine Zeit zwischen seiner kinderpsychiatrischen Station in einem österreichischen Krankenhaus und seiner Arbeit als Schriftsteller. Aus diesen zwei Seiten eines Lebens, die einander gegenseitig bedingen, entstehen ganz besondere Texte, die auch als solche wahrgenommen werden. "Was sein Werk vermittelt, ist ein geschärftes Bewusstsein dafür, wie fragil die Scharniere sind, die das Innerste im Zaum halten", schrieb Felicitas von Lovenberg; "Hochgatterers Texte zeichnen sich durch ein höchst differenziertes Beschreibungsrepertoire in Bereichen aus, wo aus Peinlichkeit geschwiegen wird, auch in der Literatur", konstatierte Karl Wagner.
In seinen hier erstmals gesammelten Texten über Literatur erzählt Paulus Hochgatterer, was ihn zum Schreiben treibt: die Lust am Verbotenen, die Identifikation mit seinen Klienten, die Freude am Abschweifen, die Zwiesprache mit seinen Katzen... und die Erkenntnis, dass wir immer von uns selbst sprechen, wenn wir von den Dingen sprechen.
Paulus Hochgatterer, geboren 1961 in Amstetten/Niederösterreich, lebt als Schriftsteller und Kinderpsychiater in Wien. Diverse Preise und Auszeichnungen, zuletzt Österreichischer Kunstpreis 2010. Bei Deuticke erschienen bisher: Über die Chirurgie (Roman, 1993, Neuauflage 2005), Die Nystensche Regel (Erzählungen, 1995), Wildwasser (Erzählung, 1997), Caretta caretta (Roman, 1999), Über Raben (Roman, 2002), Eine kurze Geschichte vom Fliegenfischen (Erzählung, 2003), Die Süße des Lebens (Roman, 2006) und Das Matratzenhaus (Roman, 2010).