Die Ausstellung zeigt historische und aktuelle Bilder von Personen und Personengruppen, die mobilen Lebensformen und Lebensweisen in den Amerikas anhängen.
Sie dient der Visualisierung der Inhalte der internationalen wissenschaftlichen Konferenz >> Nomadismus und mobile Lebensformen in den Amerikas. Im Mittelpunkt stehen die von diesem Phänomen betroffenen Menschen (Kinder, Frauen, Männer und Familien), wie etwa „traditionelle“ Berufsnomaden (Händler, Schmuggler, Seeleute, Wissenschaftler, Forscher, Diplomaten, Ärzte, Cowboys, Bauern, Künstler, Zirkusartisten, Vertreter, Piraten, Köche, Missionare, Goldsucher, Militärs, Guerilleros, Banditen, Söldner, Gastarbeiter, Kontraktarbeiter, (entflohene) Sklaven, Sklavenjäger (z.B. Bandeirantes), Sklavenfänger, Sportler etc.), bestimmte ethnische und religiöse Gruppen bzw. Minderheiten (Indigene, Afroamerikaner, Roma, Juden, Muslime, Osmanen/Türken, Araber) sowie soziale Randgruppen (Straßenkinder, Obdachlose, Landbesetzer, Landlose, Vagabunden, Vertriebene, Flüchtlinge).
Die Ausstellung und ihr begleitendes Kulturprogramm (Vorträge, Diskussionen, Filme, Lesung, Gesprächsrunde) bezwecken die wissenschaftliche und künstlerische Aufarbeitung der Gründe für Mobilität, die Beschreibung von Mobilität selbst sowie der Dialektik von „Nomadismus“ und „Sesshaftigkeit“ in visueller, textueller, mündlicher und diskursiver Form. Hinterfragt werden Faktoren wie Krieg und Gewalt, ökologische Katastrophen, Nationalsozialismus und Diktaturen, Verschleppung und Versklavung, Wirtschaftskrisen, religiöse Intoleranz und ökonomische Profitgier als Ursachen von Displacement.
Die zentrale Frage um Freiwilligkeit“ bzw. die „Unfreiwilligkeit“ mobiler Lebensweisen wird im Fokus der Betrachtung stehen. In Anbetracht der rezenten globalen Entwicklungen, wie etwa der Flüchtlingsströme aus den Aufstands- und Kriegsgebieten in Nordafrika, dem Nahen Osten bzw. dem Balkan, der systematischen Diskriminierung und Vertreibung von Roma und Irish Travellers durch europäische Regierungen oder kontinentalspezifischer Konflikte, wie vier Millionen Binnenflüchtlinge als Resultat des Bürgerkriegs in Kolumbien, halten wir eine kritische Auseinandersetzung mit der historischen und gegenwärtigen Situation in den Amerikas und im atlantischen Raum für dringend notwendig.
Öffnungszeiten
Montag - Freitag 8-20 Uhr.
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