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Mi, 23. Mai 2012
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Membra Disjecta for John Cage

In der internationalen Gruppenausstellung zeigen über 60 KünstlerInnen Arbeiten, die sich mit dem US-amerikanischen Komponisten auseinandersetzen.
John Cage zählt zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sein radikales ästhetisches Konzept erweiterte den klassischen Musik- und Kunstbegriff und beeinflusste Happening, Fluxus sowie Minimal Art. Die von Jozef Cseres und Georg Weckwerth kuratierte Ausstellung ist bei freiem Eintritt von 17.02. bis 06.05.2012 im freiraum quartier21 INTERNATIONAL im MuseumsQuartier Wien zu sehen.

Es gibt wenige KünstlerInnen, die einen so tiefgreifenden Einfluss auf die Kunst des 20. Jahrhunderts hatten wie der Komponist, Musiker, bildende Künstler und Autor John Cage (1912-1992). Inspiriert vom Zen-Buddhismus und Marcel Duchamps Verständnis von Kunst entwickelte John Cage in den 1940ern und 1950ern experimentelle Musikstücke mit ungewöhnlichen Klangquellen, zweckentfremdeten Instrumenten und Alltagsgeräuschen. Er organisierte Klänge und Ereignisse und führte den Zufall als wichtiges Element in seine Arbeit ein. Seine Ästhetik bildete die Grundlage für die Entstehung der Aktionskünste Happening und Fluxus sowie für den Minimalismus in der Bildenden Kunst und Musik.

Mit mehr als 50 künstlerischen Positionen ist "MEMBRA DISJECTA FOR JOHN CAGE. Wanting to Say Something About John" eine Hommage an John Cage, dessen 100. Geburtstag 2012 weltweit gefeiert wird. Der lateinische Begriff "membra disjecta" im Ausstellungstitel verweist auf John Cages Methode mit Versatzstücken aus unterschiedlichen Quellen zu arbeiten. Der Untertitel bezieht sich auf ein Multiple, das John Cage nach Marcel Duchamps Tod zu seinen Ehren angefertigt hat: "Not Wanting to Say Anything About Marcel".

John Cages inter- und multimediale Arbeiten sowie sein offener Werkbegriff spiegeln sich in den interdisziplinären Beiträgen zur Ausstellung wider: Bilder, Zeichnungen, Drucke, Sound-Installationen, Collagen, instruktive Stücke, skulpturale Objekte, Installationen und Videos. Konzerte, Performances, Lectures und ein Workshop für Kinder und Jugendliche werden begleitend angeboten.

Zu den TeilnehmerInnen, darunter viele Freunde, WeggefährtInnen und Zeitgenossen von John Cage wie auch jüngere KünstlerInnen, zählen u.a. Milan Adamciak (SK), Tyler Adams (US), Sam Ashley (US), Conny Blom (S), William Brovelli/Margaret Leng Tan (US), Arturas Bumsteinas (LT), Christopher Chew/Margaret Leng Tan (US), Nicolas Collins (US), Philip Corner (US/IT), Alvin Curran (US/IT), Arnold Dreyblatt (US/DE), David Dunn (US), Peter Graham (CZ), Sabine Groschup (AT), Milan Grygar (CZ), GX Jupitter-Larsen (US), Franz Hautzinger (AT), Pierre Hebert (CA), Gary Hill (US), Svetozar Ilavsky (SK), Hilary Jeffery (UK/NL), Hassan Khan (EG), Alison Knowles (US), Richard Kostelanetz (US), Petr Kotík (US/CZ), Joan La Barbara (US), Brandon LaBelle (US), Alan Licht (US), Benoit Maubrey (US/DE), Gordon Monahan (CA), David Moss (US/DE), Morgan O'Hara (US), Marian Palla (CZ), Paul Panhuysen (NL), Ben Patterson (US/DE), Michael Prime (UK), George Quasha (US), Keith Rowe (UK), Blahoslav Rozboril (CZ), Jan Steklik (CZ), Volker Straebel (DE), Jiri Sigut (CZ), Richard Teitelbaum (US), John Tilbury (UK), Yasunao Tone (US), The Lazy Anarchists (SK/HU/US/DE), Kris Vleeschouwer (BE), Hong-Kai Wang (TW) und Christian Wolff (US). Einige von ihnen werden in den kommenden Monaten als Artists-in-Residence des quartier21/MQ in Wien leben und arbeiten.


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Täglich 10-19h

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