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Mi, 23. Mai 2012
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Liz Green, Martin Klein

Im surrealistischen, unter die Haut gehenden Song-Kabarett der jungen Britin vereinen sich verrauchter 30er-Jahre-Jazz, Folk-Blues und ein Hauch von Morbidität als Szenarien für ihre sensationelle Stimme.
in bewegender sepia-farbener Trip in die Vergangenheit mit umwerfender Stimme und erstmal passenderweise auch nur auf Vinyl: Auf "O, Devotion!" vereint die britische Singer/Songwriterin Liz Green dezente Arrangements aus verrauchtem 1930er-Jahre-Jazz mit entsprechenden, oft fast unheimlich geblasenen Bläsersätzen (inkl. gestopfter Trompete) in manchmal typisch amerikanischer Beerdigungsstimmung, etwas Folk-Blues dank Akustikgitarrenriffs und einem warmem Kontrabass als Szenarien für ihre sensationelle Stimme, die man grob als eine Mischung aus Bessie Smith, Bilie Holiday, Jolie Holland und Beth Gibbons beschreiben kann. Ein surrealistisches, unter die Haut gehendes Song-Kabarett, das ein wenig wie die weibliche Antwort auf Tom Waits wirkt. Produziert von Liam Watson (White Stripes).

2007 erschien mit der 7-Inch "Bad Medicine" die erste Veröffentlichung der Künstlerin. Ein Jahr später folgte die EP "Humble Soul". Stets verpasst Green ihren Werken selbst ein passendes Äußeres und gestaltet liebevolle Cover-Artworks. In ihrer Musik setzt sie auf ein vielseitiges Instrumentarium, so hört man in vielen Songs Bläser, wie das knurrend-atmosphärische Saxophon in der aktuellen Single "Displacement Song". Live beweist die Britin viel Präsenz und Mut: So gelingt es ihr, zwischen den Stücken ohne jede Begleitung in fast liturgischem Vortrag singend Geschichten zu erzählen und damit das Publikum zu bannen.

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