Lambchop sind einen langen Weg gegangen von ihrer Gründung vor zehn oder fünfzehn Jahren (genau weiß das noch nicht mal der Chef Kurt Wagner) in Nashville, Tennessee, bis zur Musik auf ihren jüngsten Alben Aw Cmon und No You Cmon. Sie haben stetig an ihrer eigenen musikalischen Vision gearbeitet - ein ständiger Prozess, der für konstante Bewegung sorgt in den Strukturen und Stimmungen ihrer Lieder. Was früher Lo-Fi-Alt.Country war, wurde größer, weiter, offener, dann wieder filigraner, leiser, introvertierter und jetzt komplexer und nah dran am - Achtung! - Pop. Dieses fremdartige, wunderschöne Biest von einer Band fordert sich ständig selbst heraus (ob gewollt oder ungewollt), ist unberechenbar und einer permanenten Metamorphose unterworfen.
Und da sind wir: Auf der nächsten Stufe der Lambchopschen Metamorphose. Viel hat sich verändert seit 2001 und Is A Woman. Die Band war in einem derartigen Schaffensrausch, dass sie gleich zwei Alben aufnahm, die nun gemeinsam erscheinen. Lambchops Mastermind Kurt Wagner nannte die beiden Neuen Aw Cmon und No You Cmon und versteht sie als seperate Alben, nicht als Doppelalbum. Und wie bei allen Alben zuvor, braucht es ein wenig Zeit, um sie in all ihrer Schönheit zu erschließen. Und wie bei allen Alben zuvor, ist diese Zeit gut investiert.
http://www.lambchopmusic.com
http://www.lambchop.net/