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Mi, 23. Mai 2012
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La casa de la fuerza / Haus der Gewalt

Angélica Liddell
Regie: Angélica Liddell
Mit der ihr eigenen Poesie persönlicher Grausamkeit thematisiert die spanische Performerin Angélica Liddell Schmerz und Gewalt in einer männlich beherrschten Welt.
In ihrer fünfstündigen Arbeit La casa de la fuerza enthüllen Frauen ihre amourösen Fixierungen – sprechend, singend, sich selbst verletzend – und beschreiben mit ruhiger Stimme die Massaker an Frauen in der mexikanischen Stadt Juárez.

Die spanische Performancekünstlerin Angelica Liddell ist eine Virtuosin des Schmerzes. Ihre fünfstündige Elegie über die allgemeine Gewalt der männlich beherrschten Welt, die Frauen ertragen und sich zufügen, ist ein Exzess in atemberaubend schönen Bildern, die nicht ohne Selbstironie von weiblichen Obsessionen, Ängsten, Selbsthass und Sehnsucht erzählen; ein so subjektiv leidenschaftliches wie universales Kunstwerk, das die Seele bloßlegt und die Körper verausgabt.

Drei europäische Frauen gestehen ihre Amouren, Begierden, körperlichen Demutigungen – sprechend, singend, tanzend mit Unmengen Bier, Zigaretten und Blut, sie entkleiden sich, schlitzen ihre Körper auf, werden von mexikanischen Mariachi-Männern besucht und von einem Cellisten begleitet, den sie nett finden, aber eben nicht scharf. Drei mexikanische Frauen berichten ruhig und ergreifend von den nie aufgeklärten Massakern an Frauen in der Grenzstadt Juárez. In einem autobiografischen Moment filmt Liddell die Nachrichten über die Bombardierung des Gazastreifens, bis sie weint, wütet, flucht auf Israel, die Männer, den Krieg und dann sich selbst attackiert.

Angelica Liddell kreiert seit fast 20 Jahren ihre Performances, die den eigenen Körper ausliefern und mit der Poesie der Grausamkeit arbeiten. Häufig assoziieren sie ethische Themen. Liddell erhielt mehrere europäische Kunstpreise. Beim forum festwochen 2011 wurde ihre Arbeit San Jeronimo uraufgeführt.

TEXT UND Inszenierung / Angélica Liddell
LICHT / Carlos Marquerie
KOSTÜME / Maria Escoté, Josep Font, Angélica Liddell
ÜBERSETZUNG / Christilla Vasserot
LICHTassistenz / Félix Garma / Octavio Gómez
TON / Félix Magalhães

PRODUKTIONSLEITUNG / Gumersindo Puche
PRODUKTIONSASSISTENZ / Mamen Adeva, Maria José Fernández
Stage Manager / Carmen Menager
Bühnentechnik / Renald San Miguel
ASSISTENZ strongman / Josué Monje

MIT / Cynthia Aguirre, Perla Bonilla, Getsemaní de San Marcos, Lola Jiménez, Angélica Liddell, María Sánchez, Pau de Nut (Violonchello), Orchester Solís (Mariachis), Juan Carlos Heredia (Strongman)

Wann und Wo:

Fr, 15.06.2012 - So, 17.06.2012 18:30
im Rahmen von
» Wiener Festwochen 2012
Halle G im MuseumsQuartier
Museumsplatz 1
1070 Wien
Tickets: +43-1-96 096-123

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