Gewinnspiele 
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A water bird talk / The bear
KRITIK (Aufführung der Wr. Kammeroper)
Gibt es für einen Opernsänger eine größere Bewährungsprobe, als sich 60 Minuten auf einer Bühne, die er ganz für sich alleine hat, zu behaupten? In Dominick Argentos Monodrama ¿A water bird talk¿ wird eben diese Anforderung an den Ausführenden gestellt. Und der deutsche Bariton Wolfgang Glashof ¿ Debütant an der Wiener Kammeroper - meisterte seine Aufgabe mit Bravour (würden wir noch im Zeitalter der Heldenverehrung leben, müsste man ihn zum Helden des Abends küren).
Argentos eigenwillig fasziniernde Komposition, die zwei auf den ersten Blick völlig disparate Vorlagen (einen Èechov-Einakter und ein amerikanisches vogelkundliches Lehrbuch) in überraschend sinnfälliger Weise miteinander verknüpft, ist eigentlich ein ¿Lehrstück¿ im klassischen Sinne, denn es ging aus einer Übungsveranstaltung an einer Universität hervor.
Weshalb Argento das ursprüngliche Thema, zu dem sich der leidgeprüfte Èechov´sche Antiheld verbreitet, gegen ein anderes vertauschte, lässt Spekulationen zu: vielleicht wollte der Komponist den Erfolg von keinen Nebenumständen abhängig machen ¿ wer in den USA ¿Über die Schädlichkeit des Tabaks¿ referiert, rennt schließlich offene Türen ein.
Auf die Tragödie folgt die Burleske: auch für William Walton diente Èechov als Anreger und seine gefällige Musik steckt voll übermütiger Anspielungen auf die großen russischen Komponisten. In der Gestalt von Philip David Zawisza als widerborstiger bäurischer Großgrundbesitzer debütierte auch schon der nächsten stimmgewaltigen Bariton, während Sulie Girardi auf dieser Bühne ihre Qualitäten bereits des Öfteren unter Beweis stellen konnte.
Man verlässt die Kammeroper diesmal nicht nur unter Memorieren von Vogelnamen, sonder auch im Bewusstsein, dass Nicola Raab eine rundum geglückte Doppelinszenierung erarbeitet hat
Tipp:
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