Wie aus dem Märchenbuch hört sich die Geschichte der 26-jährigen Schweizer Sängerin Sophie Hunger an. Vor zwei Jahren noch völlig unbekannt, hat sie seither ein schönes Stück Weg in hohem Tempo zurückgelegt.
Mit zahlreichen renommierten Musikern, wie den Young Gods, Stephan Eicher oder dem Trompeter Erik Truffaz etwa, ist sie unterdessen auf der Bühne gestanden. Diesen Blitz-Erfolg verdankt Sophie Hunger natürlich ihrem Talent, aber auch der Tatsache, dass sich dies unglaublich schnell herumgesprochen hat. Aufgenommen in wenigen Tagen, at home, hat ihr erstes Album Sketches On Sea nicht lange gebraucht um sowohl Musiker wie Kritiker zu begeistern, bevor auch ein breiteres Publikum auf sie aufmerksam wurde. Nach ihrem bemerkenswerten Auftritt am Eurosonic Festival 2008 schrieb Libération sogar, dass Sophie Hunger wohl "nicht mehr lange eines der best gehüteten Geheimnisse der Schweiz bleiben dürfte".
Irgendwo zwischen Norah Jones und Cat Power, schafft Sophie Hunger ein zugleich modernes und traditionelles Songwriting, das die musikalischen Grenzen erweitert. Sketches On Sea verbindet Sounds aus Folk, Jazz und Soul, Umrisse eines bunten musikalischen Universums, getragen von einer aussergewöhnlichen, zugleich reifen und zerbrechlichen Stimme.
Sophie Hunger wurde 1983 in Bern geboren, verbrachte aber einen guten Teil ihrer Kindheit in London und Bonn. Mit neun erhielt sie für kurze Zeit Klavierstunden, die aber keine Früchte trugen. Zur Musik fand sie erst mit 19 Jahren wieder zurück, als sie als Sängerin bei diversen Bands spielte. „Mein Respekt vor Musik, vor künstlerischem Ausdruck war sehr gross als Teenager, ich war verklemmt und distanziert. Erst als ich dieses Bewusstsein verlor, begannen diese Dinge sich zu entfalten. Ich war 23 und alles fiel aus mir heraus.“ Das, was da heraus fiel, nahm Hunger in ihrem Wohnzimmer auf, taufte es “Sketches On Sea” und verkaufte davon einige Tausend Kopien. Sie wird „zum bestgehüteten Geheimnis der Schweizer Musikszene“