Hanno Müller-Brachmann, Bassbariton, András Schiff, Klavier
|
Thomas Quasthoff hat sich aus gesundheitlichen Gründen entschieden, seine Gesangskarriere zu beenden. Bassbariton Hanno Müller-Brachmann wird deshalb diesen Abend gemeinsam mit dem ungarischen Meisterpianisten gestalten.
Franz Schubert Der Atlas D 957/8 (Schwanengesang, 2. Buch) (1828) Ihr Bild D 957/9 (Schwanengesang, 2. Buch) (1828) Das Fischermädchen D 957/10 (Schwanengesang, 2. Buch) (1828) Die Stadt D 957/11 (Schwanengesang, 2. Buch) (1828) Am Meer D 957/12 (Schwanengesang, 2. Buch) (1828) Der Doppelgänger D 957/13 (Schwanengesang, 2. Buch) (1828) Johannes Brahms Vier ernste Gesänge op. 121 (1896) Drei Intermezzi op. 117 (1892) Robert Schumann Dichterliebe / Liederzyklus nach Gedichten von Heinrich Heine op. 48 (1840) Thomas Quasthoff hat sich aus gesundheitlichen Gründen entschieden, seine Gesangskarriere zu beenden. Von dieser Entscheidung ist auch der Abend mit András Schiff betroffen. Auf besondere Empfehlung von András Schiff wird der Bassbariton Hanno Müller-Brachmann diesen Abend gemeinsam mit dem ungarischen Meisterpianisten gestalten. Der Baßbariton Hanno Müller-Brachmann arbeitet sowohl auf dem Konzertpodium als auch auf der Opernbühne mit vielen der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit zusammen. Darunter Daniel Barenboim, Nikolaus Harnoncourt, Claudio Abbado, Sir Simon Rattle, Michael Gielen, Kurt Masur, Herbert Blomstedt, Pierre Boulez, Riccardo Chailly, Sir Charles Mackerras, Christoph v. Dohnányi, Sir John Eliott Gardiner, Sir Neville Marriner, Peter Eötvös, Marek Janowski, Donald Runnicles, Bertram de Billy, René Jacobs oder Christoph Eschenbach. Seine Engagements führen ihn zu Orchestern wie den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Chicago- und dem Boston Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Philharmonia Orchestra London, der Academy of St.Martin in the field, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre National de France, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Concertgebouw Orkest Amsterdam, dem Concentus musicus Wien, dem Freiburger Barockorchester, den English Baroque Soloists, vielen Rundfunksinfonieorchestern oder der Staatskapelle Berlin. In Südbaden aufgewachsen, begann er seine musikalische Ausbildung als Kind bei der Knabenkantorei Basel. Er studierte in Freiburg bei Prof. Ingeborg Most, besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin und absolvierte sein Konzertexamen nach Aufbaustudien bei Prof. Rudolf Piernay in Mannheim als „Elias“ in Mendelssohns Oratorium mit dem Philh. Orchester Heidelberg. Erste Preise beim „Bundeswettbewerb Gesang Berlin“ 1992, 1994 oder beim Nürnberger „Meistersingerwettbewerb“ 1995, sowie seine Erfolge bei den internationalen Wettbewerben „Neue Stimmen“ oder „ARD“ 1996 markieren den Beginn seiner beruflichen Laufbahn. Heute reicht sein Konzertrepertoire von Heinrich Schütz bis Heinz Holliger, unter dessen Leitung er bei der Salzburger Mozartwoche Bachs „Kreuzstabkantate“ sang. Mit Mahlers „Liedern aus des Knaben Wunderhorn“ hörte man ihn mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter Myung-Whun Chung im Pariser Théatre des Champs Elysées, unter Vladimir Jurowski mit dem London Philharmonic Orchestra in der Royal Festival Hall London, oder auf Europa-Tournee mit dem SWR-Sinfonieorchester unter Michael Gielen. Sein Debut in der New Yorker Carnegie Hall gab er im Jahr 2000 mit der amerikanischen Erstaufführung von Elliott Carters Oper „What next“ mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Daniel Barenboim. Hanno Müller-Brachmann konzertierte in nahezu allen bedeutenden Konzertsälen Europas und bei Festspielen wie Salzburg, Luzern, Aldeburgh, Dresden, Flandern, Tanglewood, Granada und den BBC Proms. 1992 gab er sein Bühnendebut am Theater Freiburg unter Donald C. Runnicles, 1996 debütierte er an der Staatsoper Berlin unter Rene Jacobs, deren Ensemble er 1998-2011 angehörte. Hier entwickelte er die großen Mozartpartien zu seinen Paraderollen: Als Guglielmo in „Cosi fan tutte“ debütierte er in der Berliner Neuproduktion von Doris Dörrie 2001 unter Daniel Barenboim, außerdem auch in San Francisco 2004 unter Michael Gielen. Mit dieser Partie stellte er sich auch an der Wiener Staatsoper erstmals vor, sowie an der Bayerischen Staatsoper. Als Don Giovannis Diener Leporello debütierte er am Theater an der Wien in der Neuproduktion von Keith Warner 2006 unter Bertrand de Billy, nachdem er damit an den Staatsoper in Berlin und Wien zu hören gewesen war. Außerdem hatte er damit in Tokio und in der Berliner Neuproduktion von Peter Mussbach 2007 unter Daniel Barenboim großen Erfolg. Die Titelfigur in „Le nozze di Figaro“ sang er an den Staatsopern in Wien, München und Berlin. Als Vogelfänger Papageno konnte man ihn ebenfalls in der Neueinstudierung der Bayerischen Staatsoper 2004 hören, außerdem an seinem Berliner Stammhaus und in einer Neuproduktion in Modena unter Claudio Abbados Stabführung. Ein Mitschnitt der Deutschen Grammophon wurde mit dem „Gramophone Award“ ausgezeichnet. An seinem Berliner Stammhaus brachte der vielseitige Künstler Elliott Carters „What next“ und Pascal Dusapins „Faustus – the last night“ zur Uraufführung. Weitere wichtige Premieren in Berlin waren Schrekers „Der Ferne Klang“ (als „Graf“) unter Michael Gielen, „Pique Dame“ (als „Tomski“) und „Parsifal“ (als „Amfortas“) unter Daniel Barenboim. Den „Amfortas“ gab er auch in Sevilla unter Barenboims Stabführung, in Hamburg unter Simone Young oder in Budapest unter Adam Fischer. Außerdem war er in Berlin als „Golaud“ in „Pelleas et Melisande“ sowohl unter Michael Gielen als auch unter Sir Simon Rattle zu hören. Dort debütierte er auch als „Kaspar“ in „Freischütz“, als „Banquo“ in „Macbeth“ und als „Orest“ in „Elektra“, den er auch in Madrid und München verkörperte. Seine jüngste Repertoireerweiterung war im Oktober 2010 Wotan in „Rheingold“ unter der Leitung von Daniel Barenboim. Neben dem Konzert- und dem Operngesang gilt seine große Liebe dem Lied. Mit Musikerpersönlichkeiten wie Daniel Barenboim, Graham Johnson, Philippe Jordan, Marcus Creed, Ulrich Eisenlohr, Malcolm Martineau, Hendrik Heilmann, Denés Varjon, Axel Bauni, Guido Heinke, Eric Schneider oder Burkhard Kehring war Hanno Müller-Brachmann in Liederabenden zu erleben. Bei seinem Debut in der Londoner Wigmore Hall war András Schiff sein Partner. Als wichtigstes Engagement begreift der dreifache Familienvater die Suche nach Balance zwischen Beruf und Privatleben. ![]() |
Wann und Wo:Stichwortsuche
zuletzt gesurft:
|













