In einer österreichischen Erstaufführung präsentiert die Schauspielabteilung des KONS (4. und 2. Jahrgang) das Stück des zeitgenössischen deutschen Autors Nis-Momme Stockmann.
Darko säuft. Säuft, bis sich sein Gehirn nach außen stülpt. Säuft, bis er stottert und nach Luft schnappt. Säuft, bis ihm die Zähne ausfallen und er seinen Namen vergisst. Saufen, saufen, untergehen - wie so viele hier in der Plattenbausiedlung.
Doch dann kommt Motte. Wohnsiedlungsprostituierte. 19 Jahre. Ein Lottogewinn, eine heruntergefallene Sternenschnuppe. Und plötzlich fängt Darko an, etwas zu fühlen, das wenige hier fühlen dürfen: Hoffnung.
Auf einmal ist etwas, ist alles anders. Wie kann das sein? Dort, wo grade noch Tristesse war, entsteht plötzlich, ganz leise, ein Gefühl, eine Stimme, die sagt: „Raus, wir müssen raus hier.“ Die Sterne sind noch immer nicht zu sehen und auch das blaue, blaue Meer ist weit - doch gemeinsam trauen sich Darko und Motte, vom bisher Undenkbaren zu träumen. Wie aber soll das funktionieren an einem Ort, an dem selbst der Gedanke an das kleinste denkbare Glück anmaßend erscheint?
Licht/Bühne: Martin Schwab
Musik: Samuel Schaab
Mit: Eva Bauriedl, Cecilia Hafiz, Julian Ricker, Christoph Schlag, Johannes Schüchner