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Mi, 16. Mai 2012
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Burgtheater Wien

Geschichte:
Am 14. März 1741 überließ Kaiserin Maria Theresia dem Theaterunternehmer Selliers ein neben der Hofburg leerstehendes Ballhaus zur Verpachtung an Schauspielertruppen. Ihr Sohn Joseph II. stellte es 1776 per Dekret als "Teutsches Nationaltheater" unter die Administration des Hofes. Damit begann die Glanzzeit der deutschsprachigen Schauspielkunst in Wien. Seit 1794 trägt das Theater den Namen "K.K. Hoftheater nächst der Burg". Es erlebte eine erste Blütezeit unter Direktor Joseph Schreyvogel (von 1814 bis 1832), der sich besonders um die Pflege der Weimarer Klassik bemühte und Franz Grillparzer an die Burg holte. Ein wichtiger Reformator des Hauses wurde Heinrich Laube (künstlerischer Leiter von 1849 bis 1867). Mit seinem literarisch anspruchsvollen Spielplan kam ein grandioses Schauspielerensemble an die Burg. "Diese Schauspieler spielen ihre eigene Situation in dieser Stadt, die eine einzigartige, vollkommen scheinhafte und dabei großartige ist." (Hugo von Hofmannsthal). Das berühmte Ensemble war und ist die wichtigste Konstante des Theaters.

Nach 130 Jahren Spielbetrieb wurde am 14.10.1888 - nach vierzehnjähriger Bauzeit - das neue Theaterhaus von Gottfried Semper und Karl Hasenauer am Ring eröffnet. Als erster elektrisch beleuchteter Monumentalbau erregte das Gebäude beachtliches Aufsehen - wenngleich bühnentechnische und akustische Mängel auftraten, die erst 1897 beseitigt wurden. Das ehemalige Hoftheater wurde der Verwaltung des Staates übergeben. Obwohl das Haus seit 1919 einfach "Burgtheater" heißt, hat sich an seiner Stirnseite ebenso wie an der Rückseite die alte Aufschrift "K.K. Hofburgtheater" unversehrt erhalten.

Im September 1922 konnte das Akademietheater in der Lisztstraße als zusätzliche Spielstätte gewonnen werden; auf dem Spielplan, der bisher von der Klassik dominiert wurde, hielten nun auch österreichische und internationale Autoren der Gegenwart Einzug. 1938 machten die politischen Veränderungen auch vor dem Theater nicht halt. Die Direktion wurde ausgetauscht, immer mehr Künstler mußten emigrieren. Während der letzten Kriegstage wurde das Haus am Ring durch Bombeneinschläge und einen ungeklärten Brand stark beschädigt. Das Ensemble, unter der Leitung des beliebten Schauspielers Raoul Aslan, fand für zehn Jahre eine Ersatzheimat im "Etablissement Ronacher".

1955 kehrte man in das in alter äußerer Form wiederaufgebaute, aber technisch erneuerte Haus am Ring zurück. Die Direktoren Josef Gielen, Adolf Rott und Ernst Haeussermann versuchten, das berühmte Schauspieler-Ensemble weiter aufzubauen und anerkannte Regisseure zu gewinnen. Nach Paul Hoffmann (1968-1971) leitete der Regisseur Gerhard Klingenberg das Theater und holte Regisseure wie Giorgio Strehler und Jean-Louis Barrault an die Burg. Ihm folgte das Ensemblemitglied Achim Benning, der seine Arbeit erfolgreich fortsetzte und im Besonderen die Öffnung zum deutschen Regietheater betrieb (Dieter Dorn, Hans Neuenfels, Peter Palitzsch u.v.a.).

Von 1986 bis 1999 leitete Claus Peymann als Regisseur und Direktor das Burgtheater. Mit zahlreichen Uraufführungen von Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, Peter Handke, Peter Turrini und George Tabori konnte er den Ruf des Theaters als eine der großen Sprechbühnen Europas festigen.

Von 1999 bis 2009 leitete Klaus Bachler das Burgtheater und führt das Haus nun als eigenständige GesmbH. International anerkannte Künstler wie Andrea Breth, Luc Bondy, Declan Donellan, Klaus Michael Grüber, Silviu Purcarete und Peter Zadek, sowie junge, erfolgreiche Regisseure einer neuen Generation der deutschsprachigen Theaterszene wie Andreas Kriegenburg, Sven-Eric Bechtolf, Martin Ku¿ej und Karin Beier begleiten ihn auf den Weg ins neue Theaterjahrtausend.

Seit September 2009 hat Matthias Hartmann die Leitung des Burgtheaters inne.


Karten:
Schriftliche Kartenbestellungen
aus den Bundesländern und aus dem Ausland können bis spätestens zehn Tage vor dem Vorstellungstag an das Servicecenter Burgtheater-Bestellbüro, Hanuschgasse 3, 1010 Wien, gerichtet werden.

Tageskassen

Tageskassen im Burgtheater
Dr. Karl Lueger Ring 2, 1010 Wien
Telefon: 01/ 51444-4440
Zentrale Kassen der Bundestheater
Hanuschgasse 3, 1010 Wien
Telefon/Information: 01/ 51444-7810

Öffnungszeiten aller oben genannten Büros:
Montag bis Freitag: 8.00 bis 18.00 Uhr;
Samstag, Sonn- und Feiertag: 9.00 bis 12.00 Uhr;
Weihnachtssamstag von 9.00 bis 17.00 Uhr
Abendkassen
Burgtheater Tel: 01/ 51444-4440,
Akademietheater Tel: 01/ 51444-4740,
Kasino Tel: 01/ 51444-4830
Die Abendkassen öffnen eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

Telefonischer Kartenverkauf
Weltweit für Inhaber von Kreditkarten (American Express, Diners Club, Visa, MasterCard, Eurocard und JCB Card) unter der Wiener Telefonnummer 01/ 513 1 513, täglich von 10:00h bis 21:00 Uhr. Der telefonische Kartenverkauf beginnt am ersten Vorverkaufstag.

Online-Bestellungen
http://www.culturall.com
Fassungsraum 1228 Sitzplätze, 109 Stehplätze, 2 Rollstuhl- und 2 Begleiterplätze

Leporello ¿ die Buchhandlung in der Burg
A-1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 2
Montag bis Samstag 12 - 22 Uhr
Sonntag 16 - 22 Uhr !
Tel: +43-1-532 55 12
Fax: +43-1-532 55 64
burg@leporello.at


National Theater (Burgtheater)
History
On March 14th, 1741 the Empress Maria-Theresa gave an empty ballroom place located next to the Hofburg to the theater entrepreneur Selliers so that he could lease it to theater companies. In 1776 her son, Joseph II, issued a decree through which the theater became a court-administered national theater (¿Teutsches Nationaltheater¿). This was when the glorious times of the German speaking theater in Vienna began. From 1794 onwards the theater was known as ¿K.K. Hoftheater nächst der Burg¿. Its first heyday was under its director Joseph Schreyvogel (1814-1832), who was particularly interested in cultivating the Weimarer Klassik and brought Franz Grillparzer to his theater. An important reformer of the Burgtheater was Heinrich Laube, who was artistic director from 1849 to 1867. Due to his top-level literary program a wonderful ensemble of actors came to the National Theater. ¿These actors play their own situation in this city, which is unique, entirely unreal and nevertheless wonderful.¿ (Hugo von Hofmannsthal). The famous ensemble has always been the most important feature of the theater.

After 130 years of use, the theater on the Ring was redesigned by Gottfried Semper and Karl Hasenauer and reopened on October 14th, 1888 as a result of 14 years of reconstruction work. As it was the first monumental building to be illuminated with electric light, the place attracted a lot of attention ¿ even though technical stage problems and acoustic defaults were obvious and were only removed in 1897. The former court theater was then state-governed. Although the building has simply been called ¿Burgtheater¿ since 1919, the old inscription ¿K.K. Hofburgtheater¿ on the front and back of the theater has been preserved.

In September 1922 the Akademietheater located in the Lisztstraße became an affiliate partner of the Burgtheater. The program, which had been dominated by classical works, then also included contemporary Austrian and international authors. In 1938 the political changes also affected the theater. The management was exchanged and more and more artists had to emigrate. During the last days of the war the building on the Ring was severely damaged by bombings and a fire of obscure origin. The ensemble, under the direction of the popular actor Raoul Aslan, had to move to the ¿Etablissement Ronacher¿ and remain there for 10 years.

In 1955 the actors returned to the building on the Ring, which had been reconstructed in its former style, but technically improved. The managers Josef Gielen, Adolf Rott and Ernst Haeussermann tried to enlarge the famous ensemble and get well-known directors. After Paul Hoffmann (1968-1971), the director Gerhard Klingenberg lead the theater and got other directors such as Giorgio Strehler and Jean-Louis Barrault to the Burg. He was succeeded by a member of the ensemble, Achim Benning, who continued his work successfully and focused on the opening towards Germany (Dieter Dorn, Hans Neuenfels, Peter Palitzsch and many more).

From 1986 to 1999 Claus Peymann was the director and manager of the Burgtheater. With numerous premieres of Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, Peter Handke, Peter Turrini and George Tabori he could strengthen the reputation of the theater as one of the top stages in Europe.

Between 1999 and 2009 Klaus Bachler has been directing the theater managing it as an independent Ltd.. Internationally renowned artists like Andrea Breth, Luc Bondy, Declan Donellan, Klaus Michael Grüber, Silviu Purcarete and Peter Zadek, as well as young, successful directors of a new generation of the German speaking theater scene such as Andreas Kriegenburg, Sven-Eric Bechtolf, Martin Ku¿ej and Karin Beier follow him on the way to the new millennium of the theater.



Since 2009 Matthias Hartmann is the new director.

Programm:

Mi, 16.05.2012 20:00 
 Struwwelpeter
Mi, 16.05.2012 20:30 
 Solaris
Do, 17.05.2012 18:00 
 Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie
Burgtheater Wien
Dr.-Karl-Lueger-Ring 2
1010 Wien - Innere Stadt

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