das bernhard ensemble beleuchtet die abgedrehten Beziehung zwischen einem gealterten It-Girl und seinem persönlichen Groupie, die gerade dabei sind, ein Geburtstagsfest für ihren unmusikalischen Wohnungsasylanten Boris zu organisieren.
Bernhards erstes Drama „Ein Fest für Boris“ versammelt bereits alle relevanten Zutaten seiner Kunst: den Staat, die Werte, den Mensch als Geisteswesen. Eine schier endlose Suada einer verkrüppelten Frau gegenüber ihrer Gespielin im Spiel zwischen Macht und Ohnmacht, Unterdrückung und Unterwerfung. Dabei organisieren die beiden lediglich ein Fest für ihren Boris.
Was ist dran am Bernhard, noch bevor er selbst zum Staatskünstler, zu unserem Thomas wurde, den man widerspruchslos als Schriftsteller von Weltformat akzeptiert?
Wir haben uns seines Stücks angenommen und einen für unser Ensemble typischen Weg beschritten, sein Werk im Heute leben zu lassen, ohne sentimentalen Kniefall, ohne uns seiner Worte zu bedienen.
Regie: Ernst Kurt Weigel
Bühne: Thea Hoffmann-Axthelm
Regie- und Dramaturgieassistenz: Sabrina Bolschetz
Es spielen: Eva Reinold, Grischka Voss und Kajetan Dick
Produktion/Presse: Monika Bangert