Herman Melville, berühmt geworden als Autor des „Moby Dick‟, schreibt noch vor dem Zeitalter der Globalisierung eine hellsichtige und kafkaeske Parabel über das Funktionieren und Scheitern von Systemen.
New York, Wall Street, Ende des 19. Jahrhunderts: Der junge Bartleby wird Schreiber in einer renommierten Kanzlei. Ihr Prinzipal, ein äußerst penibler Advokat, ist begeistert vom hingebungsvollen Fleiß, mit dem Bartleby unermüdlich Verträge über Verträge kopiert. Doch schon bald muss er feststellen, dass der Konzipient manche Aufgaben mit den höflichen Worten „I would prefer not to“ freundlich, aber bestimmt ablehnt. Je mehr Arbeit er verweigert, umso mehr gerät das fein verzahnte Räderwerk der Kanzlei aus dem Takt. Selbst das Kopieren von Verträgen weist er eines Tages von sich, zieht dafür aber in der Kanzlei ein, um dort zu wohnen. Der Advokat ist mit der Situation bald vollends überfordert - Bartleby muss weg! Aber egal, was der Adovkat verzweifelt versucht, über alles triumphiert Bartlebys entwaffnender Satz: „I would prefer not to‟.
Herman Melville, berühmt geworden als Autor des „Moby Dick‟, schreibt noch vor dem Zeitalter der Globalisierung eine hellsichtige und kafkaeske Parabel über das Funktionieren und Scheitern von Systemen. Sein Gegenentwurf zur Allmacht von Geld und Hierarchie ist der höfliche Anarchist Bartleby. Geistreich, skurril und schräg!
Regie: Harald Fröhlich
Ausstattung: Ragna Heiny
Mit: Isabel Berghout, Thomas Enzi, Christoph Griesser, Marcus Marotte, Maximilian Pfnür